Die Neugier der Katze – so fordern Sie Ihren Stubentiger

Ob ein neues Spielzeug, ein Alltagsgegenstand oder ein leerer Karton – unsere Katzen lieben es, auf Erkundungstour zu gehen! Diese Neugier ist gesund und hilft Ihrer Katze, sich auf Gefahren vorzubereiten. Lesen Sie hier, wie Sie das neugierige Verhalten Ihrer Katze bei der Erziehung fördern können. Denn: Neugier ist ein gutes Signal dafür, dass sich Ihr Haustiger wohlfühlt! 

Von Natur aus abenteuerlustig

Unsere Hauskatzen stammen ursprünglich von den Wildkatzen ab. Aber trotz Domestikation über tausende Jahre haben sie ihren Jagdtrieb bis heute nicht verloren. Dieser Instinkt und die Neugier helfen den Katzen, vor allem in der freien Natur zu überleben. Aufmerksam beobachten sie beispielsweise ihre Umgebung, um sich vor Feinden zu schützen, aber auch um Beute aufzuspüren. Katzen profitieren stark von ihrem spielerischen Forschungsdrang. Denn nur wer neugierig ist, lernt dazu und entwickelt sich weiter.

 

Katzen verhalten sich von Natur aus abenteuerlustig. Sobald sie aber etwas älter werden, lässt diese Neugier etwas nach. Beachten Sie bitte bei der Erziehung Ihres Stubentigers, dass Persönlichkeitsmerkmale wie Neugier und Kühnheit unterschiedlich ausgeprägt sind und von Rasse zu Rasse variieren können. Vor allem extrovertierte und aktive Katzen schließen sich eher den Aktivitäten des Menschen an. Es kann dann aber durchaus passieren, dass sich Haustiger langweilen, wenn sie nicht genügend ausgelastet sind. Gut sozialisierte, menschenbezogene Katzen sollten Sie daher neugierig umringen.

Ein gestreckter Hals und vorgereckter Kopf signalisieren Neugier, beziehungsweise die Bereitschaft, sich anzunähern. In der Regel verfügen die meisten Katzen über eine unersättliche Neugier. Jeder Tag bringt ihnen neue Erkenntnisse und lässt sie etwas Besonderes erleben. Dennoch ist es ratsam diese natürliche Neugier regelmäßig zu fördern. Vor allem Hauskatzen brauchen den Menschen um ihre Neugier anzutreiben.

Wir haben hierfür einige Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen beim richtigen Umgang mit Ihrer Katze helfen sollen!

Spielend die Neugier fördern

Lohnt es sich, die Neugier Ihrer Katze zu fördern? Definitiv! Denn dadurch gewinnt sie an Sicherheit und lernt dazu. Dies gelingt am einfachsten, indem man ihre Neugier im Kontext eines Spiels herausfordert. Viele Bewegungs- und Reaktionsspiele basieren auf dem Jagdtrieb der Katze, der von optischen und akustischen Sinneseindrücken ausgelöst wird. Sie können die Sinne Ihrer Katze mit Bewegungen, mit Geräuschen aber auch mit Futter ansprechen.

Weichen Sie einmal von der gewohnten Fütterungsroutine ab. Das Futter muss nämlich nicht immer nur im Napf landen. Einen Teil der Futterration können Sie auch verstecken. Im Regal, auf dem Fensterbrett, unter dem Sofakissen, im Papierkorb, in einer geöffneten Schublade – das macht neugierig und hält Ihren Stubentiger fit! Nichts ist so unwiderstehlich, wie der Snack für zwischendurch.

Eine Katze nähert sich einem unbekannten Objekt oder Menschen immer vorsichtig. Geben Sie ihr daher ausreichend Zeit, die vielen neuen und wahrscheinlich fremden Dinge in Ruhe kennenzulernen. Spielzeug, Alltagsgegenstände oder leere Kartons finden dann ganz plötzlich eine neue Verwendung.

Besonders Wohnungskatzen brauchen Beschäftigung und Anregung. Mit Leckerlis können Sie mit Ihrem kleinen Vierbeiner wunderbare Spielrituale aufbauen, welche ihn so richtig fit halten und gleichzeitig die Bindung zwischen Ihnen beiden stärken.

4 Tipps, um Ihre Katze aus der Reserve zu locken


  • Kennen Sie schon Katzenminze? Sie riecht verführerisch für Ihre Katze. Überraschen Sie sie doch mit einem mit Katzenminze gefülltem Spielzeug und regen so zusätzlich ihre Neugier an. Keine Angst, Katzenminze hat keinerlei schädliche Nebenwirkungen für Ihr Tier!
  • Ihre Katze wirkt lethargisch und lustlos? Besonders im hohen Alter zeigen Stubentiger dieses typische Verhalten. Locken Sie ihn doch einfach aus der Reserve! Katzen spielen gerne mit Dingen, die fächeln und sich bewegen. Oder probieren Sie es einmal mit dem Rascheln einer Packung Whiskas® Knuspertaschen. 
  • Abwechslungsreiche Spiele können Sie auch selbst basteln: Aus Altpapier werden raschelnde Bälle, mit denen die Katze spielen kann. Wenn sich in den unbekannten Gegenständen gelegentlich noch ein Leckerchen versteckt, umso besser.
  • In Ihrer Samtpfote schlummert jede Menge Neugierde, die mit dem richtigen Spielzeug ganz einfach geweckt werden kann. Es funkelt, es leuchtet, es bewegt sich? Dann muss es Ihre Katze fangen! Lichterspiele, Hütchenspiele oder Schnurspielchen wecken die Neugierde jeder Samtpfote und für Sie wird das Ganze bestimmt auch noch unterhaltsam. Weitere Tipps für selbstgebasteltes Katzenspielzeug finden Sie in unserem Artikel. 

Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Stubentiger, spielen Sie mit ihm und fördern Sie so seine Neugier. Diese Spiel-, Jagd- und Schmusestunden sind für das Wohlbefinden Ihrer Katze sehr wichtig.

 

Für mehr Sicherheit beim Erkunden

„Curiosity killed the cat“- „Neugier brachte die Katze um“, ist nicht umsonst ein viel zitierter Spruch im angelsächsischen Sprachraum. Aber auf der anderen Seite ist es auch die Eigenschaft, die Katzen zu kleinen Entdeckern macht.

Katzen untersuchen gerne alles Neue in ihrem Umfeld. Der vertraute Lebensraum des Stubentigers wird regelmäßig auf Neuerungen untersucht. Katzen, die unbekanntes Terrain erkunden, verhalten sich bedächtig. Aber auch in den eigenen vier Wänden lauern mitunter Gefahren für Katzen. Darauf sollten Sie bei der Haltung Ihrer Katze besonders Rücksicht nehmen. Schaffen Sie daher für Ihre Katze einen sicheren Wohnraum, den sie gefahrenlos erkunden kann.

Schauen Sie sich alle elektrischen Kabel genau an, verschließen Sie gefährliche Putz-, und Desinfektionsmittel an einem sicheren Ort. Stellen Sie auch sicher, dass alle Fenster verschlossen sind, damit die Katze bei einem ihrer Erkundungsgänge nicht verschwindet. Auch Waschmaschinentrommeln oder Wäschetrockner können sehr interessant sein. Lassen Sie die Klappe grundsätzlich geschlossen, denn Katzen legen sich gerne mal auf die Wäsche für ein Schläfchen hin. Neugierige Katzen stecken mitunter auch den Kopf in Plastiktüten. Vorsicht – hier droht Erstickungsgefahr!

Schreiten Sie ein und kommunizieren Sie bei der Erziehung Ihrer Katze auch Zonen, welche für das Tier tabu sind.

Lenken Sie das Interesse Ihrer Samtpfote auf erlaubte Bereiche, indem Sie diese katzengerecht gestalten – mit Kratzbäumen, höher gelegenen Stellen wie Kästen oder Verstecken. Eine abwechslungsreiche Umgebung begünstigt die positive Entwicklung Ihrer Katze.

Spielen mit Maß und Ziel

Natürlich müssen Sie Ihre Katze nicht rund um die Uhr bespaßen. Gerade junge Katzen werden während des Spielens schnell müde. Das Interesse lässt nach und bei den ganz Kleinen kommt es schon mal vor, dass Sie sich umblicken und die Katze bereits schlafend auf dem Sofa liegt. Entwickeln Sie ein Gefühl dafür, wann Ihre Katze zum Spielen aufgelegt ist und wann sie ihre Ruhe braucht.

Sie sehen selbst, es gibt viele Möglichkeiten, Ihre Katze aus der Reserve zu locken und so ihre Neugier zu fördern. Aber nicht alle Tricks funktionieren bei jeder Katze. Probieren Sie daher einfach hin und wieder etwas anderes aus und bringen Sie unterschiedliche Reize in den Alltag Ihres Stubentigers.







 

 

 

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