Eine gute Katzenerziehung

Katzen erziehen - So funktioniert's

Katzen gelten als eigensinnig. Sie möchten, dass Ihr Stubentiger auf seinen Namen hört und dass er den Kratzbaum zerkratzt und nicht das Sofa? Wir zeigen Ihnen, was Sie bei der Erziehung Ihrer Katze beachten sollten und geben Ihnen Tipps und Tricks, damit es auch wirklich klappt.

Ja, Katzen haben ihren eigenen Kopf und gelten als eigensinnig und stur. Aber: Sie können Ihre Katze erziehen, wenn Sie es richtig angehen. Lassen Sie sich also nicht auf der Nase herumtanzen und seien Sie sich im Klaren darüber, dass eine Katze nie aus Boshaftigkeit handelt.

Positives verstärken

Die meisten Katzen reagieren mit großer Abneigung gegen alles, was Zwang, Druck oder gar Stress für sie bedeutet. Wenn Sie ein kleines Kätzchen erziehen, sollten Sie darauf achten, dass Sie positives Verhalten bekräftigen und auch belohnen. Haben sie immer Leckerlis parat, die sie ihr geben, wenn sie etwas richtig gemacht hat. Der Schlüssel der Katzenerziehung ist die positive Bestärkung.

Damit ein Kätzchen erzogen werden kann, müssen die Rahmenbedingungen passen. Wenn man die Bedürfnisse der Katze berücksichtigt und ihre Umgebung dementsprechend gestaltet, steht einem positiven Zusammenleben nichts im Wege. Es geht hier vor allem um die Vertrauensbasis zwischen Mensch und Katze. Um diese aufzubauen, sollten Sie mit ihr spielen. Das macht nicht nur dem Stubentiger, sondern auch Ihnen selbst eine Menge Spaß. Was noch für Sicherheit sorgt, sind regelmäßige Streicheleinheiten.

„Hilfe, meine Katze beißt“

Ihre Katze attackiert während des Spielens Ihren Unterarm oder Ihre Finger? Oft sehen uns die Stubentiger als Beuteobjekt – das ist ein Ergebnis einer falschen Erziehung. Warum? Scheinbar wurde dem kleinen Kätzchen dieses Verhalten beigebracht und es wurde zu wild mit ihm gespielt, denn wenn sich ein Kleines in den Unterarm krallt oder beißt finden das alle entzückend. Sie bedenken jedoch nicht, dass aus dem Kätzchen eine 6-Kilo-Katze werden kann. Kratzer und Bisse werden dadurch sehr schmerzhaft. Aber: Werden Sie keinesfalls selbst grob oder aggressiv. Unterbrechen Sie das Spiel einfach, und warten Sie einige Minuten, bis die Katze sich beruhigt hat. Kommt das öfters vor, dann versuchen Sie spannenderes Spielzeug für Ihre Katze zu kaufen. Ist Ihre Katze tatsächlich aggressiv, sollten Sie unbedingt die Ursachen dafür herausfinden.

Lernen, auf den Namen zu hören

Sie wollen, dass Ihre Katze auf ihren Namen hört? Mit einigen Tipps und Tricks und natürlich dem Kooperationswillen des Stubentigers kann das gelingen. Schon bei der Namenswahl können Sie hier sehr viel richtig machen. Suchen Sie sich unbedingt einen zweisilbigen Namen aus, der auf einem Vokal endet, am besten auf einem hellen Vokal wie „i“. Den können die Katzen auch aus weiterer Entfernung gut wahrnehmen. Dann verbinden Sie den Namen Ihres kleinen Tigers immer mit angenehmen Erfahrungen. Sagen Sie ihn, wenn Sie Ihr Kätzchen füttern, streicheln oder mit ihm spielen – und nicht, wenn Sie mit ihm schimpfen oder ihm etwas verbieten. Umwerben Sie Ihren Stubentiger und singen Sie den Namen liebevoll.

Krallen zeigen

Kätzchen sind abenteuerlustig und müssen kratzen, klettern, jagen. Sie kratzen, um ihr Revier zu markieren und um die Krallen zu schärfen. Die beste Kratzmöglichkeit ist ein standfester Kratzbaum, der mindestens 1,5 Meter hoch ist und eine Liegefläche hat. Denn Katzen lieben erhöhte Ruheplätze, um ihre Umgebung akribisch beobachten zu können. Nimmt der kleine Tiger trotzdem Ihre Designercouch ins Visier, sagen Sie deutlich „Nein“ und locken Sie Ihr Kätzchen zum Kratzbaum. Loben und belohnen Sie es, wenn es dort weitermacht.

Tipp

Damit Ihr kleiner Tiger die Polstermöbel nicht mit dem Kratzbaum verwechselt, können Sie den Kratzbaum mit Katzenminze einreiben oder vorsichtig die Vorderpfoten Ihres Kätzchens über den Baum ziehen. Maßvolle Verbote sind vollkommen in Ordnung – auch in der freien Natur kennen Katzen ihre Grenzen. Bei konsequentem „Nein“-Sagen oder kurzem Händeklatschen lernt das Kätzchen, dass es an einigen Orten einfach nichts zu suchen hat.

Grenzen abstecken

Zeigen Sie Ihrem Kätzchen, wo seine Grenzen sind. Macht Ihre Katze etwas, das sie nicht darf, z.B. das Sofa zerkratzen, dann sollten Sie, wie bei einem Hund, ganz klar „Nein“ sagen. Bleiben Sie bei Ihren Entscheidungen – wenn sie an einem Tag nicht auf den Esstisch hüpfen darf, darf sie das auch am nächsten Tag nicht.

4 Fehler, die Sie bei der Erziehung Ihrer Katze unbedingt vermeiden sollten

1. Mit Gewalt bestrafen

Gewalt ist bei der Katzenerziehung und auch sonst im Umgang mit anderen Lebewesen ein absolutes Tabu. Jegliches Vertrauen, das sie aufgebaut haben, würde binnen Sekunden schwinden und das Verhältnis zu Ihrem Stubentiger wäre gestört.

2. Schreien

Das Gehör der Katze ist viel sensibler, als das der Menschen. Wenn Sie Ihre Stimme erheben oder gar schreien, reagiert der Stubentiger ängstlich und verstört. Vor allem wenn Sie nach Hause kommen und sehen, dass Ihre Katze tagsüber etwas angestellt hat, sollten Sie das Schreien lassen. Der Stubentiger bringt Ihr Geschrei nicht mit seinem Fehlverhalten in Verbindung.

3. Am Nacken packen

Die Katzenmama packt ihre Jungen manchmal am Nacken und schleppt sie durch die Gegend. Unterlassen Sie das. Es besteht nicht nur Verletzungsgefahr, ihr Stubentiger ist zusätzlich irritiert.

4. Zwang

Zwingen Sie Ihre Katze nicht. Niemals. Sie verübelt es Ihnen und vertraut Ihnen nicht mehr. Sie machen Druck und setzen das Kätzchen regelmäßig und zwanghaft auf das Katzenklo? Aus Protest wird die Katze nicht stubenrein werden.

Falls Sie mit Ihrem Katzen-Latein am Ende sind und/oder sich das Verhalten Ihrer Katze von heute auf morgen komplett ändert, ist es ratsam, einen Tierpsychologen aufzusuchen, der mit professionellen Ansätzen zur Seite steht. Für das Erziehen einer Katze brauchen Sie vor allem eines: Geduld. Denken Sie an den Grundsatz, positives Verhalten zu verstärken und sehen Sie von Schreien, Druck oder Stress ab. So lässt sich ein gemütliches und feines Zusammenleben mit dem Stubentiger gestalten.
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