So spielen Sie richtig mit Ihrer Katze

Die meisten Katzen lassen sich nur allzu gern zu einem Spiel animieren: Spielen trainiert ihre Bewegungskoordination und die Geschicklichkeit – allerdings nicht immer dann, wenn Sie gerade wollen. Denn Katzen haben ihren eigenen Kopf: Eine Katze, die sich gerade ausgiebig putzt, nach den Mahlzeiten ihr Verdauungsschläfchen hält oder vom Fenster aus etwas Spannendes beobachtet, wird Sie höchstens erstaunt ansehen, wenn Sie plötzlich wild mit einem Spielzeug vor ihrer Nase herumfuchteln. Es gilt, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, um sie in ein spannendes Spiel zu verwickeln

Das ist die Regel Nr.1. - aber bei weitem nicht die einzige Spielregel, wie Sie sich wahrscheinlich vorstellen können! Was Sie beim Spielen mit Katzen noch beachten sollten, warum Spiele für Katzen so wichtig sind und alles über die besten Spiele für Ihren Liebling erfahren Sie hier.

Warum spielen Katzen

Das Spielverhalten von Katzen hat Verhaltensforscher schon immer beschäftigt – und inzwischen wissen wir einiges darüber: Junge Katzen spielen, um ihre Bewegungskoordination zu verbessern und sich auf das Leben als erwachsene Jäger vorzubereiten. Dieses Spielverhalten zeigen auch alle Wildkatzen. So jagen zum Beispiel junge Löwen ihren eigenen Schwanz, um ihre Geschicklichkeit beim Beutefang zu trainieren. Vieles aus dem Spielverhalten wird im späteren Leben beibehalten. Hauskatzen spielen oft lebenslang und diese Spiele können eine wunderbare Spaß- und Unterhaltungsquelle für die Katze und ihren Besitzer sein.

Für ältere Katzen gilt: Spielen hält jung

Es gibt Katzen, die wesentlich älter als acht Jahre sind und immer noch fleißig Verstecken spielen und ihren Jagdinstinkt ausleben – und zwar, solange ihre Beine sie tragen!

Andere hingegen lassen es gerne schon früher etwas ruhiger angehen. Für Katzen ist es völlig normal, tagsüber bis zu 15 oder selbst 18 Stunden zu ruhen und zu schlafen. Diese Ruhephasen sollten Sie auf jeden Fall respektieren: erstens, um der Katze Stress zu ersparen. Und zweitens, weil es auch uns Menschen gut tut, die Nerven beruhigt und den Blutdruck senkt.

Auch wenn Ihre Katze im fortgeschrittenen Alter schwieriger zum Spielen zu motivieren ist, sollten Sie am Ball bleiben. Im Spiel bewegt sich Ihr Liebling, Reaktionsfähigkeit und Intelligenz sind gefordert, kurz: Spielen ist das ideale Fitnessprogramm für Körper und Geist. Probieren Sie also verschiedene Spiele und Spielzeug aus, denn Vorlieben können auch wechseln. Sollte sich Ihre Katze dennoch nicht begeistern lassen, dann können Sie das nur respektieren. Denn Spielen lässt sich nicht erzwingen

Schlaue Spiele für Wohnungskatzen

Katzen, die ausschließlich in Wohnungen gehalten werden, brauchen Beschäftigung. Denn vor allem in Städten sind die Möglichkeiten für Freilauf kaum bis gar nicht vorhanden. Aber mit etwas Fantasie ist ein artgerechtes Leben auch unter den eingeschränkten Bedingungen einer Wohnung möglich. Wie einfach Sie Ihren Stubentiger auf Trab halten, verraten wir Ihnen jetzt:

Wecken Sie den Jagdtrieb

Unterhalten Sie Ihren Stubentiger mit einem einfachen Versteckspiel: Katzen lieben Snacks, und wenn sie ihre Leckerbissen auch noch selber „jagen“ können, sind sie überglücklich.

Verstecken Sie einfach überall in der Wohnung einzelne Stückchen Trockenfutter, Zahnhygiene- oder Vitaminsnacks. Anfangs an leicht zugänglichen Stellen und, wenn Ihre Katze das neue Spiel schon kennt, an immer schwieriger zu erreichenden Orten. Behalten Sie aber dabei immer den Kalorienhaushalt des Stubentigers im Auge: Reduzieren Sie einfach die tägliche Futtermenge und ersetzen Sie den Rest mit Snacks beim Verstecken spielen. Ihr Stubentiger wird begeistert sein!

Alles was zappelt ist gut

Die Augen eines Raubtiers sind auf die Wahrnehmung von Bewegungen ausgerichtet, das ermöglicht eine rasche Fixierung der Beute. Unbewegliche Objekte nimmt die Katze weniger wahr.

Spielangeln sind deshalb ein ganz tolles Mittel, um den Stubentiger zu beschäftigen. Dazu brauchen Sie nur einen längeren Stab, eine Schnur und ein beliebiges Spielzeug. Aufgrund der Verletzungsgefahr sollten Sie kein Gummiband nehmen. Als Spielzeug eignen sich Fellmäuse, Bälle, Federn oder Plüschtierchen. Alles, was sich bewegt ist besonders spannend für die Stubentiger: Der Jagdtrieb wird angeregt, die Reaktionsfähigkeit trainiert und die Bewegung hält die Tiere fit.

Intelligentes Hütchen-Spiel

Ähnlich wie beim einfachen Versteckspiel (siehe oben) fordert auch das Hütchenspiel den Geruchssinn und aktiviert gleichzeitig die grauen Zellen:
Sie benötigen dafür:
  • zwei Wegwerf-Plastikbecher
  • etwas Trockenfutter oder Leckerlis

Ihre Katze sollte am besten schon bei den Spielvorbereitungen dabei sein: Zeigen Sie ihr die Becher, dann stellen sie beide in knappen Abstand zueinander und mit der offenen Seite nach unten auf den Boden vor Ihre Katze. Jetzt zeigen Sie ihr das Leckerli und legen es unter einen der Becher – sie wird sich sofort daran machen, das versteckte Leckerli zu holen. Zuerst schnüffelt sie vielleicht nur, aber früher oder später wird sie sich mehr trauen und herausfinden, wie sie an die Leckerlis kommt.

Erhöhen Sie den Schwierigkeitsgrad, wenn nötig, indem Sie das Leckerli nicht vor den Augen ihrer Katze, sondern heimlich verstecken oder hohe Joghurtbecher für das Spiel verwenden!

Fußball auf Augenhöhe

Katzen schätzen es sehr, wenn der Mensch sich auf ihre Augenhöhe begibt. Dazu eignet sich dieses Ballspiel optimal: Setzen Sie sich auf den Boden, die Katze übernimmt bei diesem Spiel die Rolle des Torwarts. Rollen Sie den Ball auf die Wand zu – die Katze soll ihn abfangen. Vielleicht spielt sie den Ball sogar zurück. Die Katze fokussiert gleich das rollende Spielzeug und Sie werden überrascht sein, wie schnell sie reagieren kann.

Erlebnisbox als Abenteuer

Boxen jeder Art sind besonders spannend für Katzen. Und aus Kartons, die in jedem Haushalt zu finden sind, lässt sich ganz einfach eine tolle Erlebniswelt für den Stubentiger zaubern. Schneiden Sie dazu zwei große Löcher in den Karton: quasi den Ein- und Ausgang. Je größer und stabiler, desto besser. Legen Sie großzügig Pappe rein – damit genug Spiel- und Versteckmöglichkeiten gegeben sind. Zusätzlich können Sie Plüschspielzeug in der Pappe verstecken – das weckt den Tastsinn der Katze. Setzen Sie diese Erlebnisbox bewusst ein, damit das Interesse daran bestehen bleibt.

Tischtennistrophy

Auch Tischtennisbälle eignen sich perfekt für Spiele: Sie sind leicht und lassen sich gut mit der Pfote verschieben.

Für unser Spiel „Tischtennistrophy“ benötigen Sie:
  • etwa 15 Tischtennisbälle
  • eine flache Aufbewahrungsbox aus Plastik
  • etwas Trockenfutter oder Leckerlis.

Legen Sie ein bis zwei Trockenfutter-Stücke in die Box und darüber die Tischtennisbälle. Stopfen sie die Box nicht mit Bällen voll, es muss noch genügend Luft sein, damit die Katze die Bälle bewegen und so die Leckerlis finden kann. Stellen sie die gefüllte Box vor ihrer Katze auf den Boden – sie hat sie sicher schon neugierig beobachtet und wird sich sofort der Aufgabe stellen, die Leckerlis aus der Box zu fischen. Haben Sie das Spiel einige Male wiederholt und ist es keine Herausforderung mehr für Ihre Katze, können Sie den Schwierigkeitsgrad steigern: Füllen Sie dafür die Leckerlis und Tennisbälle einfach in eine höhere Box.

Nach dem Spiel folgt die Belohnung

Vergessen Sie nie: Sofern die Leckerlis nicht Teil des Spiels waren, darf es auch eine Belohnung geben und Sie können Ihren Feinschmecker ruhig mit köstlichen Snacks verwöhnen, wie z.B. den Whiskas® Knuspertaschen, die es in fünf Geschmacksrichtungen gibt. Die Snacks schmecken nicht nur gut, sondern versorgen Ihren Liebling auch mit einer Extraportion Vitamine und reinigen die Zähne. Das macht sie optimal für eine Belohnung zwischendurch!

Weitere Snacks finden Sie in unserer Übersicht.

Weitere Spielideen:

Zum Schluss haben wir noch ein paar weitere Spielideen, die Sie bei Katzen jedes Alters anwenden können:

Spielzeug zum alleine Spielen

Mit Ping-Pong-Bällen oder Catnip-Spielzeug können Katzen ihren Spieltrieb auch alleine ausleben. Wenn Sie Catnip verwenden, sollten Sie es auswechseln, wenn Ihre Katze das Interesse daran verliert, weil der Duft nach einiger Zeit nachlässt. Sie können Catnip oder Katzenleckerbissen auch in einer Schachtel verstecken. Ihre Katze wird so lange damit spielen, bis sie an die begehrte Beute kommt.

Am schönsten ist und bleibt trotzdem das gemeinsame Spiel mit Ihnen. Nutzen Sie die Spielstunden, um die harmonische Beziehung zueinander zu fördern.

Rennspiele für noch mehr Bewegung

Ein Spiel, das Ihre Katze von sich aus beginnt, besteht darin, im Haus herumzurennen und Sie dazu zu bewegen, ihr hinterherzujagen. Manche Katzen machen das jeden Tag zum selben Zeitpunkt – für gewöhnlich nachts, wenn Sie sich eigentlich entspannen und ins Bett gehen wollen. Geben Sie dann auf keinen Fall nach, sonst haben Sie einen Mitternachtswecker vorprogrammiert!

Warten Sie, bis Ihre Katze das „verrückte Wettrennen“ tagsüber veranstalten will. Wenn Sie sehen, wie sie direkt vor Ihnen quer durch den Raum rennt und sich hinter Vorhängen versteckt, laufen Sie ihr hinterher, schielen Sie hinter die Vorhänge und beobachten, was sie tut. Wenn sie wieder quer durch den Raum stürzt, um sich in einem Schrank zu verstecken und dann wieder nach Ihnen schielt, ist das die Aufforderung an Sie, mit dem Spiel fortzufahren und ihr weiter hinterherzulaufen. Auf diese Weise trainieren Sie beide ein bisschen und haben Spaß dabei!

Spiele aus dem Haushalt

Einige Katzen rascheln gerne unter Zeitungspapier oder plündern den Papierkorb – sie mögen das Geräusch von raschelndem Papier. Eine große Papiertüte hält Ihre Katze eine Weile bei guter Laune. Wenn Sie ein paar Spielzeuge hineinstecken, wird es ihr noch mehr Spaß machen.

Weitere Spielzeugideen sind: solide Korken (überprüfen Sie regelmäßig, ob sie nicht zu stark abgekaut sind), leere Papierverpackungen mit einer langen farbigen Schnur daran, leere Plastikbehälter, alte Tennisbälle und mit Stroh oder Heu ausgestopfte Stofftiere.

Wenn möglich, stellen Sie Ihrer Katze einen fantasievoll gestalteten Kratz- und Spielbaum zur Verfügung, auf dem sie sich richtig austoben kann. Wenn Ihre Katze gern an Lederschuhen riecht, hätte sie vielleicht gerne ein eigenes Lederspielzeug zum Beschnuppern und Spielen. Aus Fensterleder lassen sich solche Katzenspielzeuge gut selbst herstellen.

Wie Sie sehen, Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Spielen mit Ihrer Katze!
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