Katze entwurmen: Darauf sollten Sie achten

Jede Katze kann im Laufe ihres Lebens irgendwann von Würmern befallen werden – selbst, wenn sie ausschließlich im Haus oder in der Wohnung gehalten wird. Das klingt nicht nur unhygienisch, Wurmbefall kann auch zu einer ernsten Angelegenheit werden.
Während sich leichter Wurmbefall oft überhaupt nicht bemerkbar macht, kann es bei einem massiven Befall zu ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden Ihres Stubentigers kommen. Und auch für uns Menschen sind die Parasiten nicht ganz ungefährlich.
Durch eine regelmäßige Entwurmung Ihrer Samtpfote lassen Sie diese Probleme aber gar nicht erst aufkommen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie dabei achten müssen.

Wie bekommen Katzen Würmer?

Eine Infektion mit Würmern ist auf unterschiedlichen Wegen möglich. Ihre Katze kann sich über infizierte Artgenossen, Beutetiere oder die kontaminierte Umwelt anstecken. Das geschieht zum Beispiel:

  • Durch Wurmlarven in der Muttermilch einer infizierten Katze
  • Über den Kot bereits infizierter Tiere
  • Beim Verzehr eines Nagetiers, das Wurmeier gefressen hatte
  • Über Flöhe
  • Durch das Ablecken der eigenen Pfoten, die mit Erde und Wurmeiern in Kontakt gekommen sind
  • Durch die Haut an den Pfoten

Nach einer Infektion scheiden Katzen die Eier der Würmer mit dem Kot aus. Die herangereiften, infektiösen Eier können andere Tiere, aber auch Menschen anstecken. Da Wurmeier in der Erde Wochen und Monate überleben können, ist es möglich, dass sie einfach auf Schuhsohlen einen Weg in die Wohnung finden. Daher können auch Wohnungskatzen unter Wurmbefall leiden.

Wie können Sie feststellen, ob Ihre Katze unter Wurmbefall leidet?

Wie eingangs erwähnt, lässt sich leichter Wurmbefall oft nicht sofort feststellen. Schreitet die Infektion fort, kommt es häufig zu folgenden Symptomen:

• Allgemeine Schwäche
• Husten
• Stumpfes Fell und Haarausfall
• Gewichtsabnahme bei normaler Nahrungsaufnahme
• Ihre Katze zieht ihr Hinterteil über den Boden
• Vermehrtes Lecken am Hinterteil
• Durchfall
• Erbrechen
• Aufgeblähter Bauch
• Verzögertes Wachstum bei Jungtieren
• Verminderte Wundheilung
• Wurmteile im Kot
• Schlechtes Immunsystem
• Entzündungen auf der Haut

Die Symptome bei Wurmbefall können also vielfältig sein und variieren je nach Gesundheitszustand und Alter der Katze sowie nach Schweregrad des Befalls und Art des Wurmes.

Bei Verdacht auf Würmer sollten Sie sich daher an einen Tierarzt wenden. Dieser kann feststellen, ob tatsächlich eine Wurminfektion vorliegt und Ihrer Katze die passende Medizin verabreichen.

Können die Würmer auch auf den Menschen übertragen werden?

Manche Würmer, die bei Katzen vorkommen, sind sogenannte Zoonose-Erreger. (Zoonosen sind Krankheiten die von Tier auf Menschen übertragen werden können – und umgekehrt). Bei diesen Würmern ist eine Übertragung auf den Menschen also möglich und es kann zu unterschiedlichen Infektionen und Erkrankungen kommen. Bei einer Ansteckung mit dem Katzenspulwurm Toxocara cati können die Larven des Wurmes im Körper des Menschen wandern. Dabei kann es zu Schäden an verschiedenen Organen und im schlimmsten Fall zur Erblindung kommen.
Daher ist es besonders wichtig, bei der Reinigung der Katzentoilette auf eine gründliche Hygiene zu achten. Entfernen Sie die Ausscheidungen Ihrer Katze frühzeitig und waschen Sie sich nach dem Putzen die Hände.
Ist Ihnen der Wurmbefall Ihrer Katze bekannt, könnten Sie vorübergehend Einweghandschuhe bei der Reinigung des Katzenklos verwenden.

Besonders gefährdet für die Ansteckung sind Kinder, da diese meist noch nicht in der Lage sind, die erforderlichen Hygienemaßnahmen anzuwenden. Denken Sie bei einem Wurmbefall Ihrer Katze auch daran, eine etwaige Übertragung auf den Menschen von einem Arzt abklären zu lassen.

Wie oft sollten Katzen entwurmt werden?

Eine regelmäßige Entwurmung sollte zum Standardprogramm für Ihren Stubentiger gehören. So sind Ihre Katze und Sie selbst am besten vor dem Parasitenbefall geschützt.
Welches Intervall für die Entwurmung bei Wohnungskatzen und Freiläufern angebracht ist, wird immer wieder diskutiert. Das ESCAAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) empfiehlt für Wohnungskatzen 1-2 Mal im Jahr eine Wurmkur und für Freiläufer eine monatliche Entwurmung oder zumindest Kotuntersuchungen. Auf jeden Fall sollte eine Entwurmung jedoch etwa ein bis zwei Wochen vor einer Impfung durchgeführt werden. Da bei einem Wurmbefall kein optimaler Impfschutz aufgebaut werden kann.
Auch bei Flohbefall wird eine Entwurmung empfohlen, weil Flöhe ebenfalls Würmer übertragen können.
Da sich Kätzchen bereits über die Muttermilch mit Würmern anstecken können, sollten auch diese frühzeitig entwurmt werden. Die Entwurmung fängt in der Regel ab einem Alter von drei Wochen an.







Welche Präparate gibt es zur Entwurmung Ihrer Katze?

Mittlerweile gibt es verschiedene Arten der Entwurmung, die alle bestimmte Vor- und Nachteile in Bezug auf Verabreichung und Nebenwirkungen haben. Durchfall oder Magen-Darm-Beschwerden sind allerdings durchaus üblich. Wir haben für Sie die gängigsten Formen herausgesucht:


  • Wurmpaste: Der Katze muss eine größere Menge der Paste ins Mäulchen verabreicht werden. Die wenigsten Katzen lassen sich das einfach so gefallen. Das bedeutet Stress, manchmal auch Kratzverletzungen für die Besitzer und Sie müssen danach wieder an Ihrer Beziehung zur Katze arbeiten.
  • Tablette: Das größte Problem bei der Tablette ist, dass unsere Samtpfoten sie meistens einfach nicht fressen wollen, egal wie gut wir sie im Leckerli versteckt haben. Sie können versuchen, sie – je nach Größe – in Whiskas Sticks zu packen. Sonst hilft manchmal auch ein Mantel aus rohem Fleisch. Auch der Wechsel auf eine andere, weniger bittere Tablette kann hier helfen.
  • Spritze: Die Entwurmung mittels Spritze ist für Katzen nach einem kurzen Stich vorbei. Allerdings müssen Sie dafür zum Tierarzt gehen. Wenn eine Autofahrt in der Transportbox für Ihre Katze sehr unangenehm ist, kann diese Behandlung mehrmals im Jahr für viel Stress sorgen.
  • Spot-on: Spot-on-Präparate werden in den Nacken getropft, wo sie über die Haut aufgenommen werden, ohne dass Ihre Katze sie zuvor ablecken kann. Manche Katzen reagieren allerdings mit Juckreiz und Haarausfall auf diese Behandlung. Wird dieses Mittel vertragen, ist die Methode jedoch besonders stressfrei.

Was können Sie vorbeugend gegen Wurmbefall tun?

Grundsätzlich ist es nicht möglich, Ihre Katze präventiv vor Würmern und gesundheitlichen Problemen, die aus einem Befall resultieren, zu schützen. Es gibt zu viele Übertragungswege und eine Ansteckung kann auch längere Zeit unentdeckt bleiben. Dennoch können Sie etwas tun, um das Ansteckungsrisiko zu senken.

Die wichtigste Vorkehrung ist Hygiene. Reinigen Sie das Katzenklo täglich und achten Sie auch bei den Schlaf- und Ruheplätzen Ihres Stubentigers auf ein gewisses Maß an Sauberkeit. Das hilft auch zum Schutz vor anderen Krankheiten.


Achten Sie bei Ihrer Katze auf die verschiedenen Symptome für einen Wurmbefall. So können Sie im Fall der Fälle schnell reagieren und Ihre Katze so vor unangenehmen Gesundheitsproblemen bewahren.

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