Typisch Katze

Katzen sind für viele Tierfreunde wunderbare Haustiere, weil sich ihre Ansprüche oft mit denen der Menschen decken oder zumindest leicht zu erfüllen sind. Ein paar Eigenheiten haben unsere Stubentiger aber trotzdem. Typische Verhaltensmuster einer Katze sind zum Beispiel, dass sie immer auf ihren vier Pfoten landen und Wasser vermeiden, als wäre es ihr Erzfeind. Wir sehen uns heute an, warum Mensch und Katze so ein gutes Team bilden, aber auch was Ihren Stubentiger als echte Katze enttarnt.

Die Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Katze

Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Katze
Katzen sind loyal, freundlich und unbestechlich. Das macht sie zu ausgezeichneten Gefährten für Menschen jeden Alters. Sie fühlen sich in der Gesellschaft von Kindern genauso wohl wie bei älteren Menschen. Katzen verstehen uns und umgekehrt. Zum Beispiel spürt Ihre Katze, wenn Sie einen schlechten Tag im Büro hatten – es interessiert sie zwar nicht, aber sie reagiert entsprechend. Katzen mögen außerdem die Sicherheit eines Zuhauses. Von dort aus begeben sie sich auf Erkundungs- und Beutestreifzüge innerhalb ihres Territoriums. Sie passen sich dem menschlichen Wunsch nach Wärme und Zärtlichkeit aber hervorragend an und genießen Streicheleinheiten auf dem Schoß.

Eine Katze zu „besitzen“ ist eine der großen und einfachen Freuden des Lebens. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Bindung zwischen Mensch und Katze eine tiefe Beziehung auf der Basis von Freundschaft, Loyalität und Respekt ist.

9 Katzenleben muss man haben

Katzen überleben Stürze, die für jedes andere Tier fatale Folgen haben würden: Durch ihre Körperkoordination, kombiniert mit einem außergewöhnlich ausgeprägten Gleichgewichtssinn, schaffen sie es immer wieder auf ihren vier Pfoten zu landen. Katzen, die aus dem dritten oder vierten Stock stürzen und dann unbeschwert ihres Weges gehen, sind keine Einzelfälle.

Unglaublich, aber wahr: Kennen Sie schon die folgende Geschichte?

Der achtzehn Monate alte, getigerte Kater Nono aus Halifax, Neuschottland, überlebte einen Sturz aus dem dreizehnten Stockwerk. Als seine Herrin Genevieve MacInnis nach Hause kam, bemerkte sie das Fehlen ihres Katers nicht sofort. Erst nach mehreren Stunden begann sie, ihn zu suchen. Als sie auf dem Balkon nachschaute, befürchtete sie das Schlimmste, nämlich den leblosen Körper ihres Nonos dreizehn Stockwerke tiefer zu finden. Aber der Hof war leer. Erleichtert begann sie auf dem Flur der Etage zu suchen, als ihr eine Nachbarin sagte, dass sich ein Kater, der auf die Beschreibung Nonos passte, hinter den Mülltonnen aufhielt. In weniger als zwanzig Minuten waren Nono und seine Katzenmama in der nächsten Tierklinik, wo man feststellte, dass er nur oberflächliche Verletzungen und blaue Flecken davongetragen hatte.

Glück gehabt! Aber Achtung – es sind nur noch acht Leben übrig.

Schnurrende Katze = zufriedene Katze?

Ob beim gemeinsamen Spielen, nach einer köstlichen Mahlzeit oder während ein paar Streicheleinheiten – wenn sich eine Katze wohlfühlt, zeigt sie es mit einem genüsslichen Schnurren. Kätzchen beginnen gleich nach der Geburt zu schnurren, beispielsweise während sie von der Mutter gesäugt werden. So weiß das Muttertier, dass die Kätzchen gut mit Milch versorgt und rundum zufrieden sind. Die Katzenmutter wiederum schnurrt, um ihren Jungen zu zeigen, dass alles in Ordnung ist.
Schnurren ist aber nicht immer ein Ausdruck von Wohlbefinden – Katzen schnurren auch, wenn sie große Angst oder starke Schmerzen haben. In Stresssituationen oder bei Verletzungen hilft ihnen das eigene Schnurren, sich selbst zu beruhigen.

Katzen schnurren sich gesund

Forschungen zufolge hat das Schnurren neben einer beruhigenden auch eine heilende Wirkung auf Katzen. Knochen, die Vibrationen im Frequenzbereich von 20 bis 50 Hertz ausgesetzt werden, sollen wesentlich schneller heilen und eine höhere Festigkeit und Stabilität aufweisen. Auch Muskelentzündungen und -verspannungen können dadurch gemildert werden. Da sich das Schnurren von Katzen im Frequenzbereich von 27 bis 44 Hertz bewegt, kann es der Katze helfen, den eigenen Heilungsprozess voranzutreiben.

Wie entsteht Schnurren?

So viel wir auch über die Bedeutung des Schnurrens wissen, so wenig ist bisher über die Entstehung des angenehmen Lautes bekannt. Trotz mehrerer Theorien ist wissenschaftlich noch nicht geklärt, welche Mechanismen im Körper der Katze das Schnurr-Geräusch erzeugen. Es wird vermutet, dass es das Ergebnis rhythmischer Impulse aus dem Kehlkopf der Katze ist.

Katzen und Wasser?

Die meisten Katzen sind wasserscheu. Sie mögen es nicht, wenn sie nass werden. Wenn eine Katze auch nur vom leichtesten Nieselregen überrascht wird, wird sie eine gute Viertelstunde damit verbringen, sich sorgfältig zu trocknen und zu putzen. Gleichzeitig scheint Wasser auch eine gewisse Faszination auf Katzen auszuüben – besonders, wenn sie darin einen Fisch sehen. Katzen der Rasse Türkisch Van schwimmen gerne, aber diese Aktivität beschränkt sich eher auf die warmen Gewässer ihrer Heimat. Als Durstlöscher ist Wasser bei Katzen allerdings immer willkommen: Achten Sie also auf einen vollen Wassernapf und sorgen Sie regelmäßig für frisches Wasser.

Es kann nie genug geputzt werden

Domestizierte Katzen putzen sich durchschnittlich etwa dreieinhalb Stunden am Tag. Wenn Sie jetzt denken, so schmutzig kann Ihr kleiner Schatz gar nicht sein, haben Sie recht. Mit ihrer rauen Zunge durchkämmen Sie ihr Fell und entfernen Schmutz, lose Haare und Ungeziefer. Das ist aber noch nicht alles: Das Putzen ist ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden Ihres Kätzchens. Die raue Zunge regt außerdem die Hautdurchblutung an und dient dem Stressabbau. Zudem ist das Putzen an heißen Sommertagen eine eingebaute Klimaanlage. Die Katzen bedecken ihre Pfoten mit Speichel und wischen sich damit über Ohren, Wangen und Stirn. Abkühlung entsteht dann durch die entstehende Verdunstungskälte.

Das Krallenwetzen dient nicht, wie häufig behauptet wird, dem Schärfen der Krallen, sondern die Katze streift so ausgediente Krallenhüllen ab. Unter den alten Hüllen kommen dann neue, scharfe Krallen zum Vorschein. Außerdem dient das Kratzen am Kratzbaum oder unerwünschterweise an Möbeln der Duftmarkierung. Die Einziehe- und Ausstreckmechanismen der Krallen werden übrigens auch beim Krallenwetzen trainiert.

Die Jägerin der Schnürsenkel

Der Jagdinstinkt einer Hauskatze wird durch Spielen befriedigt. Springt ihre Katze zum Beispiel auf Ihre Schnürsenkel, während Sie Ihre Schuhe anziehen, ist das ein Verhaltensmuster, dass das Jagen einer Maus imitiert. Die Katze versteckt und duckt sich, kriecht vorwärts und springt letztendlich mit ausgestreckten Krallen auf den Mäuseschwanz imitierenden Schnürsenkel, um ihre Beute festzuhalten.

Mit kleinen Gegenständen, wie zum Beispiel kleinen Bällen, wird das Fischen nachempfunden. Das Objekt wird zuerst nur anvisiert und dann plötzlich mit einer Pfote weggeschlagen, nur um es dann am neuen Ort anzuspringen und mit den Krallen zu fixieren, damit es auch ja nicht flüchten kann.

Warum wollen Katzen gestreichelt werden?

Ein typisches Katzenverhalten ist das Bedürfnis nach Streicheleinheiten. Domestizierte Katzen werden dadurch, dass sie als Haustiere gehalten werden, niemals richtig erwachsen. Schon Katzenbabys haben permanenten Kontakt zu ihrem Halter oder ihrer Halterin. Durch diesen permanenten menschlichen Kontakt von klein auf verharren die Kätzchen im Reifegrad eines Katzenkindes. Deshalb suchen auch erwachsene Katzen nach mütterlicher Zuneigung und schmiegen sich an ihren Besitzer an. Das Streicheln mit der Hand erzeugt im Kätzchen nämlich annähernd das gleiche Gefühl wie das Ablecken mit der Katzenzunge, das es aus seinen ersten Lebenstagen von seiner Mutter gewöhnt ist.

Wie Sie gesehen haben, sind die Eigenheiten und Charaktermerkmale von Katzen nicht allzu schwer zu verstehen. Trotzdem sollten Sie als Katzenhalter das Verhalten ihrer Katze richtig interpretieren – kurz: auch die „Sprache“ Ihrer Katze sprechen. Sollten Sie dabei Hilfe benötigen, empfehlen wir Ihnen unser Katzenwörterbuch. Dann steht dem gemeinsamen Genießen bestimmt nichts mehr Weg!
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