Immer der Katzennase nach

Hätten Sie gewusst, dass Ihr Kätzchen mit seiner Nase dreimal so gut riecht als Sie selbst? Der Geruchssinn von Katzen ist deutlich ausgeprägter, als der von uns Menschen. Er zeigt den Katzen, wer in ihrem Territorium war und wo gute Nahrung zu finden ist. Ganz nach dem Motto „Immer der Nase nach“ erfahren Sie hier die wichtigsten Fakten über den Geruchssinn Ihres Kätzchens.

Die Katzennase: Das perfekte Navigationssystem

Nur zum Vergleich: Wir Menschen nehmen Gerüche mit 5 bis 20 Millionen Geruchszellen wahr. Eine Katze hingegen besitzt 60 bis 65 Millionen solcher Zellen. Schon für neugeborene Kätzchen spielt die Nase eine große Rolle: Die blind und taub geborenen Kätzchen finden dank ihres bereits voll ausgereiften Geruchssinns problemlos die Zitze ihrer Mutter. Diese wird von jedem einzelnen Jungtier markiert, sodass sie bei der nächsten Säugung sofort als eigene wiedererkannt wird.

Während der Entwöhnungsphase von der Muttermilch und auch im Erwachsenenalter hilft der Geruchssinn der Katze, zwischen essbarer und nicht essbarer Nahrung zu unterscheiden: Mag das Kätzchen einen Geruch nicht, isst es keinen Bissen.

Achten Sie darauf, dass Ihr kleines Kätzchen in jungen Jahren viele verschiedene Gerüche und Düfte wahrnimmt. Alles was der Stubentiger kennt, kommt ihm später nicht fremd und bedrohlich vor oder irritiert ihn. Natürlich reagiert hier jede Katze individuell. Wie bei uns Menschen gibt es sensible und weniger sensible Vierbeiner.

Duftdrüsen besitzen Katzen am Kinn, an den Wangen, an den Flanken, an der Schwanzoberseite und zwischen den Zehen. Das sind auch genau die Stellen, die die Vierbeiner gerne an Menschen reiben oder wo sich besonders gerne streicheln lassen. Das ist eine, sehr harmlose und für uns angenehme Art, des Revier-Markierens.

Markierverhalten

Ihre Katze kratzt gerne an Sitzgarnituren, Sesseln, Teppichen oder Türen? Für Sie ist es vielleicht lästig aber die Katze markiert damit ihr Territorium. Die Katze möchte, dass ihr Revier ihren Geruch annimmt. Genauso ist es beim Markieren mit Urin. Katzen zeigen Markierverhalten, um ihre eigene Geruchswelt wieder in Balance zu bringen. Wenn alles so riecht, wie gewohnt, fühlt sich die Katze sicher und wohl.


Auch mit dem Köpfchengeben, Beinestreichen oder Schoßtreteln sagt Ihre Katze: „Du bist meines“ und überträgt automatisch ihren individuellen Geruch auf Sie. Die Botschaft an Rivalen und alles Fremde ist hingegen: „Bleib fern.“

Die Nase vorn

Gerüche sind für Katzen ein Kommunikationsmittel. Bei einer Begegnung begrüßen sich Katzen stets Kopf an Kopf – so können sie Informationen über das Geschlecht der Artgenossen im Geruch wahrnehmen und zwischen vertraut und nicht vertraut unterscheiden. Weibchen zeigen durch ihren Köpergeruch, dass sie paarungsbereit sind.
In der Kommunikation miteinander produzieren Katzen Pheromone, um sich zu unterhalten. Auch dem Menschen streckt ein Kätzchen immer zuerst sein Köpfchen entgegen, bevor es seinen Körper präsentiert.

Nase und Gesundheit

An der Katzennase kann man ihren Gesundheitszustand ablesen. Normalerweise ist sie kalt und feucht; ist sie jedoch verkrustet und niest die Katze häufig, sollte sie unverzüglich zum Tierarzt – die Symptome deuten auf Katzenschnupfen hin. Dieser geht häufig mit Appetitlosigkeit einher, weil das Kätzchen sein Futter nicht riechen kann. Der einzig wirksame Weg, Katzenschnupfen vorzubeugen, ist eine Impfung, die regelmäßig aufgefrischt werden muss.

Katzen flehmen

Ihre Katze reißt ihren Mund oft weit auf, zieht eine recht lustige Grimasse und leckt sich dann über die Nase? Dann flehmt sie. Katzen tun das, wenn sie einen Geruch besonders spannend finden. Die Katze atmet ein, um die Geruchsstoffe zum Gaumen zu führen, wo sie dann ins sogenannte vomeronasale Organ kommen, wo sie gerochen und geschmeckt werden können.

Tipps für die perfekte Geruchsumgebung
  • Vermeiden Sie intensive, neue Gerüche, wenn Sie das Kätzchen neu bei sich daheim aufnehmen oder mit ihm gerade in ein neues Zuhause gezogen sind.
  • Vermeiden Sie Ammoniak (oft in Putzmitteln enthalten) oder Lavendel – beides riecht für Katzen zu intensiv.
  • Die Katzentoilette ist ein sehr sensibler Ort für Ihren Stubentiger. Auch hier gilt: Auch wenn die Geruchskulisse hier manchmal nicht Ihren Vorstellungen entspricht, verwenden Sie keine Raumsprays – das macht das eigene Klo für die Katze befremdlich.

Sie sehen, da gibt es einiges an Information zu beschnuppern! So klein das Katzennäschen auch sein mag, für Ihren Stubentiger ist es Navigations- und Orientierungshilfe. Seine Nase zeigt dem Kätzchen wo es daheim ist und sich sicher und wohl fühlen kann.
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