Katzen impfen lassen

Für Sie als verantwortungsvollen Katzenhalter steht die Gesundheit Ihres kleinen Tigers an oberster Stelle. Eine gewissenhafte Vorsorge durch Impfungen ist deshalb unumgänglich. Erfahren Sie hier bei uns, welche Impfungen die wichtigsten sind und wann diese durchgeführt werden müssen.

Warum müssen Katzen geimpft werden?

Etwa bis zur achten Woche sind Katzenbabys in der Regel durch die Antikörper geschützt, die sie von ihrer Mutter über die erste Milch erhalten. Danach sind Babykatzen anfälliger für Infektionskrankheiten und sollten ab einem Alter von acht bis neun Wochen geimpft werden. Damit der Impfstoff seine volle Wirkung entfalten kann, dürfen nur gesunde Tiere eine Impfung erhalten. Auch Parasiten können die Impfwirkung beeinträchtigen, daher sollten Kätzchen vorher auch entwurmt werden.

Um optimal geschützt zu sein, bedarf es einer entsprechenden Grundimmunisierung, die aus einer Folge von Impfungen des Katzenbabys sowie einer Auffrischungsimpfung nach etwa einem Jahr besteht. Ist diese abgeschlossen, sind – wie auch bei uns Menschen - sogenannte Wiederholungsimpfungen notwendig, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Diese erfolgen, je nach Impfstoff und individueller Situation, alle ein bis drei Jahre.

Wie Sie Katzen vor Zecken und Flöhen am besten schützen können, finden Sie in unserem Ratgeber „Zecken und Flöhe bei Katzen“.

Ab einem Alter von 8 Wochen können Sie die Impfung Ihrer Katze beim Tierarzt planen.

Empfohlen wird, Katzen auf jeden Fall gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen, sowie Freigänger gegen Tollwut zu impfen. Weitere Impfungen gegen Leukose und die „Feline Infektiöse Peritonitis“ (=FIP) können bei Bedarf gegeben werden.


Zu berücksichtigen sind die Lebensumstände Ihres Stubentigers. Eine reine Wohnungskatze etwa wird z.B. keiner
Ansteckungsgefahr für FIP oder Tollwut ausgesetzt sein, da sie nicht mit anderen Tieren in Kontakt kommt.

Ein typisches Impfschema für eine Katze sieht wie folgt aus:

  • ca. 8 Lebenswochen: Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche
  • 12 Lebenswochen: Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche, Tollwut bei Freigängern
  • 16 Lebenswochen: Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche, Tollwut bei Freigängern
  • bei Bedarf: Leukose mit 8 und FIP ab 16 Wochen sowie eine zweite Impfung ca. 3 Wochen später

Auffrischung: Um die Grundimmunisierung abzuschließen, werden die erforderlichen Impfungen nach einem Jahr aufgefrischt.

Warum sind Impfungen so wichtig?

Durch Schutzimpfungen können junge Katzen vor Infektionskrankheiten geschützt werden.

Die Infektionskrankheiten, für die vor allem junge Katzen anfällig sind, werden leider oft schnell zu einer ernsten Angelegenheit. So ist z.B. ein Katzenschnupfen nicht so harmlos, wie ein Schnupfen bei uns Menschen.

Der Katzenschnupfen tritt oft bei jungen, nicht geimpften Katzen oder Katzenjungen auf, die von einer nicht geimpften Mutter stammen. Aber auch ältere Katzen sind davor nicht gefeit. Erste Symptome sind Niesen sowie Augen- und Nasenausfluss – die Infektion kann sich zudem auf die Bronchien und die Lunge der Katze schlagen. Sie sollten daher rechtzeitig für die Impfung zum Tierarzt gehen.

Nicht minder gefährlich ist die Katzenseuche, eine hochansteckende und lebensbedrohliche Viruserkrankung. Sie kann nicht nur im direkten Kontakt übertragen werden, sondern auch durch Schuhe, Kleidung oder Hände. Katzenbabys sind besonders gefährdet. Ist Ihre Katze erkrankt, zeigt sich das durch hohes Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen und schweren Durchfall.

Weitere gefährliche Krankheiten, die Sie im Auge behalten sollten, sehen wir uns jetzt genauer an.

Machen Sie einen Leukosetest

Das Leukose-Virus kann das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für andere Krankheiten erhöhen sowie leider auch Tumor-Erkrankungen auslösen. Das Leukose-Virus ist mit dem „Felinen Immundefizienz Virus“ (=FIV) verwandt.

Besonders wichtig: Bevor Sie Ihren Liebling zu sich nach Hause holen, sollten Sie unbedingt einen Leukosetest machen, besonders, wenn noch andere Katzen im Haushalt leben. Denn theoretisch kann eine Katze schon von Geburt an Träger des Virus sein und später nicht nur selbst daran erkranken, sondern es auch übertragen. Auch vor der Leukose-Impfung sollte ein Test gemacht werden, da eine Impfung nicht vor der Erkrankung schützt, wenn die Katze bereits infiziert ist.

In Tierheimen oder am Bauernhof können sich nicht geimpfte Katzen mit FIP anstecken.

FIP - die ansteckende Bauchfellentzündung

FIP steht für Feline Infektiöse Peritonitis und ist ebenfalls eine sehr gefährliche Virusinfektion bei Katzen. Sie tritt vorwiegend in Tierheimen oder auf Bauernhöfen auf, aber auch in Zuchten – all jenen Orten, an denen viele Katzen zusammenkommen. Übertragen wird das Virus durch direkten Kontakt zwischen Katzen, aber auch durch Futternäpfe oder Katzentoiletten.

Diese Impfung ist also besonders wichtig, wenn Ihre Samtpfote auch im Freien unterwegs ist. Symptome im Falle einer Erkrankung sind verminderter Appetit, Fieber und Bewegungsunlust. Später kann sich das Virus auf die Organe schlagen oder es sammelt sich Flüssigkeit in der Brust- oder Bauchhöhle oder dem Herzbeutel an.

Die Gefahr von Tollwut

Freilaufende Katzen sollten beim Tierarzt gegen Tollwut geimpft werden.

Wir alle kennen die Gefahren von Tollwut – zum Glück kann dieser gefährlichen Krankheit mit einer Impfung mittlerweile fast vollständig vorgebeugt werden. Das Tollwutvirus wird bei unseren Haustieren fast ausschließlich durch den Biss eines anderen infizierten Tieres übertragen. Wie Sie wahrscheinlich wissen, greift das Virus das zentrale Nervensystem an und es kommt zu Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen bei unseren Haustieren.
Besonders wichtig: Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten, weil diese Krankheit auch für den Menschen lebensgefährlich ist.

Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigen Tier nur vermutet wird, außer wenn Ihr Tier nachweislich eine Impfung gegen Tollwut erhalten hat.



 




Entwurmung nicht vergessen!

Ihre Katze sollte viermal jährlich entwurmt werden.

Spülwürmer sind bei jungen Katzen nichts Außergewöhnliches – trotzdem sind sie für Ihre Samtpfote äußerst unangenehm. Sie blähen den Bauch auf und lösen Erbrechen und Durchfall aus. Eine schlechte Verfassung und im schlimmsten Fall sogar ein verzögertes Wachstum sind die Folge. Ihre Katze zu entwurmen, ist deshalb Ihre hygienische Pflicht.

So entwurmen Sie Ihre Katze richtig:

  • Katzenwelpen ab einem Alter von 3 Wochen: alle 2-3 Wochen bis 2 Wochen nach dem Absetzen
  • Muttertiere: gleichzeitig mit der ersten Behandlung der Kätzchen
  • Erwachsene Katzen: viermal jährlich, bei hohem Infektionsrisiko auch öfter; Wohnungskatzen ein- bis zweimal jährlich.

Erkundigen Sie sich auf jeden Fall, welche Behandlungen das Kätzchen vor seiner Ankunft bei Ihnen hatte und wenden Sie sich mit dieser Information an Ihren Tierarzt.

Ältere Katzen leiden eher unter Bandwürmern, die über Flöhe oder übers Fressen von Nagetieren übertragen werden können. Besonders wichtig: Spulwurmmittel sind gegen Bandwürmer nicht wirksam. Bitte wenden Sie sich auch hier an Ihren Tierarzt!

Wie Sie sehen, lauern einige Gefahren auf Ihren kleinen Stubentiger. Doch auch wenn das auf den ersten Blick etwas bedrohlich wirkt, kann diesen Krankheiten mit rechtzeitigen Impfungen fast gänzlich vorgebeugt werden. Wir hoffen, Ihnen mit unseren Ratschlägen weiter geholfen zu haben und haben zum Schluss noch einen letzten Tipp für Sie: Lassen Sie alle Impfungen und Untersuchungen in einem Gesundheitspass eintragen, den Sie bei Ihrem Tierarzt erhalten. Das erleichtert spätere Diagnosen und hilft, bei Beschwerden schnellstmöglich zu reagieren!

Noch mehr zu Entdecken

X

Unsere Produkte

Cookie-Einverständnis