Urlaub mit oder ohne Katze?

Katzen sind stärker als viele andere Haustiere an ihr gewohntes Revier gebunden. Die bekannte Umgebung schenkt ihnen Sicherheit. Deshalb sollten Sie sich genau überlegen, ob Ihr Liebling mit Ihnen in den Urlaub kommt – oder ob Sie der Katze den „Urlaubsstress“ ersparen, indem sie sie in eine Katzenpension geben oder idealerweise von Freunden oder Familie zuhause betreuen lassen. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben und welche Vorbereitung Sie treffen sollten, wenn Sie sich doch für einen Urlaub mit Ihrer Samtpfote entscheiden.

Kann ich meine Katze allein lassen?

Da Katzen Gewohnheitstiere sind, empfiehlt es sich in den meisten Fällen den Stubentiger in seiner gewohnten Umgebung zu lassen. Familie, Freunde oder Nachbarn eignen sich gut, um die Urlaubsbetreuung zu übernehmen. Denn zu einer ausreichenden Betreuung gehören viele Dinge: Fütterung, Katzentoiletten reinigen, Spielzeit und natürlich Schmusestunden, die auch ganz sicher gegen den Trennungsschmerz helfen. 

Lässt sich kein Bekannter finden, muss man das Suchfeld etwas erweitern. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

 

  • Catsitterbörsen, die Sie ganz leicht online finden. Meistens bestehen diese aus mehreren Personen, die sich zusammengeschlossen haben, um sich während der Urlaubszeit oder auch bei Krankenhausaufenthalten gegenseitig zu helfen. Die Mitglieder treffen sich in ortsgebundenen Gruppen, um einander und auch die Katzen kennen zu lernen. Wenn man sich hier engagiert und gegenseitig aushilft, dann kennt man einander und die Unterstützung ist – weil gegenseitig – häufig kostenfrei bis kostengünstig.
  • Katzensitter. Diese kann man ganz einfach über ein Forum oder über ein Tierheim in der Nähe kontaktieren, um sie für die Betreuung bei Ihnen zuhause zu engagieren. Das ist eine verlässliche Lösung, da die Katze in ihrer gewohnten Umgebung bleiben kann, optimal versorgt und liebevoll behandelt wird. Katzensitter, die von Tierheimen empfohlen werden, verfügen meist über Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Katzennaturen und sind so wirklich verlässliche Partner, die allerdings auch etwas mehr kosten können.

Tipp: Gewöhnen Sie Ihren Stubentiger schon vor dem Urlaub an den neuen Freund. So macht sich die Katze mit dem Katzensitter langsam bekannt und der Katzensitter lernt die Katze und ihre Vorlieben besser kennen. Trotzdem sollten Sie für Notfälle Ihre Urlaubsadresse sowie die Nummer des Tierarztes hinterlassen. Sicher ist sicher.

Check-Liste für eine Katzenpension

Kann kein Katzensitter gefunden werden, muss Ihr Liebling wohl sein Reich für eine kurze Zeit verlassen. Vielleicht ist es für manche Freunde leichter, die Katze bei sich aufzunehmen, als sie mehrmals am Tag zu besuchen.

Geht auch das nicht, bleibt eine Tier- oder Katzenpension. Manche Tierheime nehmen sogar kurzfristig Vierbeiner zur Pflege auf. Am besten hören Sie sich bei Katzenzüchtern um - diese können Ihnen bestimmt schöne und gepflegte Katzenpensionen empfehlen.

Achten Sie bei der Wahl der Katzenpension auf folgende Punkte:

  • Sauberkeit
  • Futterauswahl
  • vorhandenen Tierarzt
  • Katzenräume
  • Betreuungsvertrag
  • Schmuse- und Spielzeiten

Tipp: Informieren Sie sich rechtzeitig über Einrichtungen in Ihrer Nähe. Sehen Sie sich diese an und entscheiden Sie sich für die beste! Viele Tierpensionen bieten auch Schnupperaufenthalte an, damit sich sowohl Katze als auch Betreuer aneinander gewöhnen können. Damit steht einem schönen Wiedersehen nichts mehr im Wege.

Katzensitter oder Tierpension – was passt besser?

Welche Betreuungsart die beste für Ihren Stubentiger ist, ist nicht nur eine Kostenfrage, sondern hängt auch von den Eigenheiten Ihrer Katze ab. Ist sie ein reines Gewohnheitstier und können Sie sich nicht vorstellen, dass sich die Katze außerhalb ihrer gewohnten Umgebung wohl fühlt, dann ist ein Katzensitter, der Ihre Samtpfote liebevoll im eigenen Heim betreut, sicher die bessere Wahl. Benötigt Ihre Katze mehrere Schmuseeinheiten über den Tag verteilt und hat mit einem Ortswechsel eher weniger Probleme, dann mag die Tierpension die bessere Wahl sein.

Da Sie Ihren Stubentiger am besten kennen, werden Sie sicher die richtige Wahl für das Wohl Ihrer Katze treffen.

Entscheiden Sie sich, die Katze in den Urlaub mitzunehmen, sollte sich die Katze in der fremden Umgebung wohlfühlen und kein Problem damit haben, für längere Zeit im Transportkörbchen zu sitzen. Sie kennen Ihre Katze am besten und können sicherlich einschätzen, ob Ihr Liebling einen Tapetenwechsel gut verträgt!

Der Trend geht grundsätzlich dahin, dass immer mehr Katzenbesitzer sich entschließen, ihren Liebling mit in die Ferien zu nehmen. Wir haben deshalb einen kleinen Reiseplan für Sie zusammengestellt, mit dem Sie ohne Schwierigkeiten mit Ihrer Katze ans gewünschte Urlaubsziel gelangen.Vorbereitungen: Tierarzt, Dokumente, etc.

Vor der Reise ist es wichtig, dass Sie mit Ihrer Katze Ihren Tierarzt aufsuchen. Dieser sollte einen Gesundheitscheck bei Ihrem Kätzchen durchführen und kann Ihnen zudem weitere wertvolle Tipps für Ihren Urlaub liefern. 

Tipp: Fragen Sie Ihren Tierarzt auch nach einer Reisetablette. Sollte Ihre Katze während der Reise nervös oder ihr während der Autofahrt übel werden, können Sie ihr rasch helfen. Speichern Sie auch die Telefonnummer Ihres Tierarztes vorsorglich in Ihr Mobiltelefon ein, damit Sie eventuelle Fragen im Urlaub abklären können.

Denken Sie außerdem bei Auslandsaufenthalten an die jeweiligen Einreisebestimmungen. In EU-Ländern muss ein Tier zur elektronischen Identifikation mit einem Chip gekennzeichnet sein. Dazu hat fast jedes Land noch eigene Bestimmungen. Informieren Sie sich also rechtzeitig!

Katzen-Checkliste: Was Ihre Katze im Urlaub benötigt

Damit sich Ihre Katze während der Reise und am Urlaubsort wohl fühlt, sollten Sie ihr unbedingt vertraute Utensilien einpacken: die gewohnte Schlafdecke, Fress- und Wassernäpfe, das Lieblingsspielzeug und natürlich ihr Futter. Führen Sie außerdem eine kleine Reiseapotheke mit Mitteln gegen Durchfall, Erbrechen und Ungeziefer mit. 

Vieles davon werden Sie allerdings nicht erst am Urlaubsort, sondern schon während der Fahrt benötigen, deshalb halten Sie die „Katzen-Tasche“ stets griffbereit! Wenn Sie eine Pause einlegen, denken Sie auch an Ihren Liebling: Geben Sie ihm zu trinken und lassen sie ihn bei hohen Außentemperaturen keinesfalls im Auto!

Während der Reise

Auch wenn Ihre Katze zu den angenehmen Beifahrern gehört, ist es wichtig, dass sie sich während der Fahrt in einer Transportbox befindet. Das schützt Sie und Ihre Katze! Ihre Samtpfote behindert so weder Ihre Sicht, noch Ihre Bewegungsfreiheit im Fahrzeug.

Tipp: Gewöhnen Sie Ihre Katze bereits im Vorfeld an die Transportbox. Diese Transportbox könnte zum Beispiel schon vor der Reise als Schlafplatz dienen, denn Ihre Katze fühlt sich in einem gewohnten Umfeld einfach viel wohler. Nimmt Ihr Kätzchen die neue Box an, dann tragen Sie Ihren Tiger in der Wohnung ein bisschen spazieren, damit er sich an die Bewegungen gewöhnt und loben Sie ihn hinterher ausgiebig, wenn er brav war.So steht einer guten Reise nichts mehr im Wege und wir wünschen Ihnen und Ihrer Katze einen schönen Urlaub!