Mit den Augen einer Katze

Die Augen einer Katze sind anatomisch wie geschaffen für die nächtliche Jagd, sie können aber auch sehr gut Gefühle zum Ausdruck bringen.

Mit den Augen einer Katze
Die Augen einer Katze sind anatomisch wie geschaffen für die nächtliche Jagd, sie können aber auch sehr gut Gefühle zum Ausdruck bringen. Wer sich die Zeit nimmt, genau hinzusehen, erlebt verblüffende mimische Ausdrucksweisen und eine ganz individuelle Kommunikation.

Geheimnisvolles Leuchten in der Nacht.
Es wirkt ganz schön gespenstisch, wenn durch die Nacht ein grüngelbes Augenpaar funkelt. Die Augen einer Katze strahlen im Dunkeln Licht zurück. Das funktioniert wie bei den Reflektoren an einem Fahrrad, die ja auch „Katzenaugen“ genannt werden. Katzen haben im hinteren Teil des Auges eine Schicht, die das Licht bündelt und reflektiert. Die Spiegelschicht heißt auf Lateinisch “tapetum lucidum“, übersetzt „Leuchttapete“. Auch Hunde, Rehe oder Igel haben eine solche Leuchttapete. Menschen nicht. Deshalb brauchen wir ungefähr sechsmal so viel Licht wie eine Katze, um in der Dämmerung Bewegungen oder Umrisse zu erkennen. Samtpfoten sehen nachts besser als wir – außer es ist absolut finster. Dann orientieren sie sich über ihre feinfühligen Schnurrhaare sowie über Geräusche und Gerüche. Dass Katzen im Dunkeln gut sehen können ist wichtig, weil sie meist in der Nacht jagen.

Umsicht
Katzen haben ihr Umfeld gut im Blick. Wie bei allen Raubtieren sind die Augen – zum räumlichen Sehen – nach vorne gerichtet. Der Sichtwinkel der Katze beträgt 200 bis 220°. Das ermöglicht ihr ein Blickfeld, das fast bis hinter ihre Ohren reicht! So bemerken die Wächter der Nacht auch, wenn sich seitlich jemand anschleicht.

Fern- und Nahsicht
Richtig scharf sieht die pelzige Jägerin nur in einer Entfernung von zwei bis sechs Meter. In diesem Abstand bewegen sich Katzen, wenn sie sich an ihre Beute heranpirschen. Objekte, die näher als 25 Zentimeter liegen, sieht die Katze nur unscharf oder nimmt sie gar nicht erst wahr! In der Ferne sind Katzen nicht gerade scharfsichtig und dem Menschen sogar unterlegen. Der Grund: Katzenaugen sind nicht auf Scharfsehen, sondern auf Beutefang ausgerichtet. Sie reagieren deshalb vor allem auf Bewegung. Was sich nicht bewegt, wird häufig übersehen. Diese Eigenart hat schon so mancher Maus, die still vor der Katze verharrte, das Leben gerettet.

Katzen sind keine Schwarzweißseher
Lange Zeit wurde behauptet, Katzen seien farbenblind. Heute weiß man, dass sie Farben unterscheiden können. Feine Farbnuancen allerdings nicht. Für das Farbsehen sind bestimmte Zelltypen, die Zapfen, zuständig. Das Katzenauge besitzt relativ wenige davon. Dafür hat es umso mehr Stäbchen, die das Hell-Dunkel-Sehen ermöglichen. Diese Sehfunktion spielt für die Katze als Jägerin eine weitaus wichtigere Rolle. Das Faszinierende an Katzenaugen ist jedoch nicht allein ihr anatomischer Aufbau, sondern auch die Tatsache, dass sie Stimmungen ausdrücken können.

Schau mir in die Pupillen, Kleines
Die Größe der Pupillen ist stark veränderbar: Sind die Pupillen weit geöffnet, so spricht dies für die Abwehrhaltung. Katzen erweitern ihre Pupillen bei der Fixierung eines Gegenstandes, aber auch im Zustand angespannter Erregung. Das kann sowohl bei Freude – zum Beispiel beim Anblick des gefüllten Whiskas® Napfs – als auch bei Angst passieren. Sind die Pupillen stark verkleinert, deutet das auf eine aggressive Stimmung hin. Die Katze fühlt sich sicher und will dominant auftreten. Auch bei hellem Umgebungslicht sind die Pupillen senkrecht schlitzförmig. Bei Dunkelheit sind die Pupillen extrem weit geöffnet, groß und rund.

Ansichtssache: Fixieren
An den eindrucksvollen Katzenaugen können Sie Gefühlsregungen ablesen: Katzen, die etwas fixieren, sind in aggressiver oder Jagdstimmung. Wenn wir sie also beim Streicheln oder Bürsten anstarren, wirkt das bedrohlich auf sie. Wenn Sie Ihre Katze liebevoll anschauen möchten, blinzeln Sie dabei ein wenig. So können Katze und Mensch den Augenblick genießen.