Katzen, die schnurrenden Heiler

Katzen machen Menschen nicht nur glücklich, sie tun auch unserer Gesundheit gut und können sogar heilen helfen. Ihre wohltuende Wirkung ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen.

Katzen machen Menschen nicht nur glücklich, sie tun auch unserer Gesundheit gut und können sogar heilen helfen. Ihre wohltuende Wirkung ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen. Genauso wie die Tatsache, dass Menschen, die mit einem Haustier zusammenleben, länger gesund bleiben und seltener an Schlafstörungen und Kopfschmerzen leiden. Auch bei der Betreuung von depressiven Patienten spielen die kuscheligen Zeitgenossen eine wichtige Rolle – die spürbare Zuneigung einer Katze ist die beste Medizin für Herz und Seele.

Das Herz bleibt gesund
Haustierhalter überleben einen Herzanfall eher als Menschen ohne Haustier. Warum? Tatsache ist, dass unser Blutdruck gesenkt wird, weil Tiere uns helfen, zu entspannen. Die Forschung zeigte, dass Haustierhaltung den Bluthochdruck wirkungsvoller senkt als Medikamente.


Bei einer Untersuchung von Patienten mit Herzattacken stellte die amerikanische Forscherin Erika Friedmann fest, dass Haustierhalter eine größere Überlebenschance haben als Patienten ohne Haustier. Dieser Unterschied konnte jedoch nicht darauf zurückgeführt werden, dass Hundehalter körperlich besser trainiert waren. Denn auch andere Tiere senken das Risiko, an einem Herzanfall zu sterben.

Schnurren statt Stress
Wer viel Zeit mit seiner Katze verbringt, kann auch dem Stress ein Schnippchen schlagen. Denn beim gemeinsamen Lachen und Spielen wird die Ausschüttung von Endorphinen im menschlichen Gehirn angeregt. Diese Endorphine machen glücklich, verringern das Schmerzempfinden und bauen gleichzeitig Stress ab. Nach einem anstrengenden Tag, Ärger im Beruf oder Streit in der Beziehung gönnen Sie sich und Ihrem schnurrenden Liebling am besten eine Kuschelstunde auf der Couch. Selbst psychologische Entspannungsmethoden wie autogenes Training oder progressives Muskelentspannen erzielen in der Regel keine besseren Ergebnisse.

Kuschel-Therapie
Aufgrund ihrer wohltuenden Wirkung werden Katzen heutzutage häufig bei tiergestützten Therapien eingesetzt. Mit ihrer ruhigen und geduldigen Art können sie Kindern bei Lernschwierigkeiten oder sozialen Problemen helfen, verhaltensauffällige Jugendliche unterstützen und Senioren neue Kraft schenken. Die positive Wirkung von Katzen auf uns Menschen hängt auch mit ihrem großen Einfühlungsvermögen zusammen: Bei Kummer oder Krankheit begegnen sie uns mit Zuneigung und vermehrter Aufmerksamkeit. Ob als Trostspender, verlässliche Freunde oder heilsame Therapeuten, Katzen tun uns Menschen einfach gut.

Ältere Menschen bleiben aktiv
In einer kanadischen Studie mit über 1.000 Personen stellte Dr. Parminda Raina fest, dass ältere Menschen mit Haustieren besser mit den täglichen Aktivitäten zurechtkamen. Sie fand außerdem heraus, dass die Gesundheitsausgaben älterer Haustierbesitzer geringer waren als die der Patienten ohne Haustiere.

Kinder und Haustiere
In der Kinderklinik Great Ormond Street in London helfen wöchentliche Besuche von Heimtieren den Kindern, Depressionen während einem langen Krankenhausaufenthalt und unangenehmen Behandlungen zu überwinden.

Für viele Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen bedeutet eine Katze als Haustier mehr als nur einen schnurrender Freund. Sie schenkt uns Kraft und bereichert das Leben – manchmal auch um einige zusätzliche Lebensjahre.