Katzen aus dem Tierheim

Was für ein herzliches Willkommen wichtig ist...

Was für ein herzliches Willkommen wichtig ist...

Die Vorfreude auf ein neues Kätzchen ist groß, die gesamte Familie fiebert schon lange auf die Ankunft des Stubentigers hin. Doch gewisse Vorbereitungen sollten trotzdem getroffen werden, bevor der neue Hausbewohner einzieht. Denn so ersparen Sie sich und dem Neuankömmling viel Stress. Hier haben wir hilfreiche Tipps für ein herzliches Willkommen vorbereitet:

 

Für Katzen ist Vorsicht überlebenswichtig

Katzen sind Gewohnheitstiere, darum behandeln sie alles Neue mit Misstrauen. Ihr Überlebens- und Fluchtinstinkt rät ihnen ständig zu größter Vorsicht. Besonders scheu werden Katzen, wenn sie schon in vielen unterschiedlichen Haushalten waren oder schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben – was bei Kätzchen aus dem Tierheim durchaus möglich ist. Fragen Sie am besten gleich im Tierheim nach.

Eine unbekannte Umgebung bedeutet für Katzen fremde Gerüche, Geräusche und Lebewesen. Das kann furchteinflößend sein. Darum sucht sich der Stubentiger oft ein Versteck, aus dem er alles aus sicherer Entfernung beobachten kann. Eine ängstliche Katze überzeugt man am besten mit Geduld und Ruhe: Zeigen Sie dem Neuankömmling anfangs nicht mehr als einen Raum und verbarrikadieren Sie vorher schon gefährliche Stellen – wie offene Fenster, Treppen oder den Balkon. Für zusätzliche Infos zu Gefahren für Kätzchen lesen Sie unseren Artikel „Ein katzensicheres Zuhause“. Verhalten Sie sich gelassen und ruhig. Warten Sie, bis die Katze Ihre Nähe sucht. Wenn sie dennoch nicht zutraulich wird, können Sie sich an Ihren Tierarzt wenden, und mit alternativen Heilmethoden – wie pflanzlichen Mitteln oder Homöopathie – der Katze die Angst nehmen. In den ersten Tagen kann es – vor allem bei jungen Kätzchen – zusätzlich stressbedingt zu Verdauungsproblemen kommen. Greifen Sie deshalb am besten zu einer schonenden Kost. Hat die Katze Durchfall, ist es notwendig sie mit Diät-Kost zu füttern. Wenn der Durchfall länger als zwei Tage dauert, die Katze erbricht oder nichts fressen will, gehen Sie unbedingt zum Tierarzt mit ihr.

Der richtige Platz für die wichtigsten Dinge: Katzentoilette, Futter- und Ruheplatz

Damit Ihr neuer Stubentiger Ihre Wohnungseinrichtung nicht nach seinen Vorstellungen gestaltet, sollten Sie ihm am besten vor seiner Ankunft einige, voneinander getrennte, Wohlfühlbereiche schaffen.Dazu gehört auch die Katzentoilette: Eine Wanne aus Hartplastik, die fünf Zentimeter hoch mit Katzenstreu gefüllt ist, reicht schon. Die Platzwahl ist natürlich auch entscheidend, platzieren Sie die Katzentoilette an einem möglichst ruhigen Ort. Katzen werden bei ihrem Geschäft ungern gestört.Katzen verschlafen ca. 60 % ihres Lebens. Ein kuscheliger, warmer Schlafplatz ist deshalb ein Muss für einen zufriedenen Stubentiger. Eine gemütliche Katzenhöhle mit weichen, kuscheligen Stoffen ist ein wahrer Luxus für alle Samtpfoten. Viele Katzen suchen sich für ihre Nickerchen gerne etwas höher gelegene Schlafplätze. So kann auch eine mit Teppich bezogene Fensterbank zu einem beliebten Aussichts- und Ruheplatz werden.Und natürlich ist der Futterplatz von besonders großer Bedeutung. Denn die täglichen Mahlzeiten genießt der Feinschmecker gerne in Ruhe. Zusätzlich kleckern Katzen gerne, stellen Sie deshalb die Futternäpfe am besten auf eine abwaschbare und standfeste Unterlage.

Spiel, Spaß und Bewegung

Damit Ihre Katze die Krallen nicht genüsslich in Ihre Polstermöbel bohrt, sollten Sie ihr genügend Möglichkeiten geben, sie ausgiebig zu wetzen. Gewöhnen Sie sie z.B. an einen Kratzpfosten oder eine Kratzmatte. Den meisten Spaß haben Stubentiger jedoch mit einem Kratzbaum. Hier wird ausgiebig gespielt, getobt oder einfach nur gedöst. Katzen sind kleine Jäger: Sie lauern gerne, schleichen sich an, flitzen durch die Wohnung und lieben Spielzeug – wie z.B. alte Tennisbälle oder raschelnde Kugeln aus Zeitungspapier. Spielen Sie regelmäßig mit Ihrem Kätzchen – so wird es sich bestimmt schnell wohlfühlen und die Beziehung zwischen Tier und Mensch wird intensiviert.

Die zweite Katze

Wenn Sie bereits eine Katze haben, sollten Sie ein paar Dinge berücksichtigen: War Ihre Katze bisher immer alleine und ist schon älter – dann ist ihre Bereitschaft, eine andere Katze zu akzeptieren, unter Umständen nicht sehr groß. Schauen Sie sich an, wie sie mit anderen Katzen zurechtkommt, z.B. mit Nachbarskatzen. Auch bei Katzen gibt es so was wie Sympathie und Antipathie. Am besten ist es, wenn die neue Katze etwas jünger ist als die alte. Katzenkinder genießen noch so etwas wie "Welpenschutz" und sind selbst unbefangener dem alteingesessenen Tier gegenüber. Ist Ihre Katze allerdings schon viel älter und ruhiger, dann sind zwei kleine Kätzchen, die miteinander spielen können, die beste Lösung. Haben Sie bereits eine jüngere Katze, dann versteht sie sich mit einer gleichaltrigen Katze am besten.

Nachkontrolle

Viele Tierheime führen Nachkontrollen durch, was auch in den Vertragsbedingungen festgelegt ist. Ein verantwortungsbewusster Tierbesitzer muss diese Nachkontrolle nicht fürchten. Es wird kontrolliert, ob die Katze kastriert wurde, ob die regelmäßigen, notwendigen Impfungen durchgeführt wurden, wie ihr gesundheitlicher Zustand ist, ob das Katzenklo sauber aussieht und was gefüttert wird.