Jedes Jahr schlimm für Katzen: Neujahr

Für Katzen beginnt das neue Jahr gar nicht froh

Für Katzen beginnt das neue Jahr gar nicht froh.

Das Ende des Jahres ist für die meisten Katzen eine schwere Zeit – erst der Stress rund um Weihnachten, wenn alles plötzlich ganz anders ist als sonst, und dann die Knaller und Raketen zu Silvester. Schon für menschliche Ohren ist dieser Lärm manchmal unangenehm laut. Für Katzen, die mit ihren feinen Ohren sogar Mäuse atmen hören können, ist es eine echte Tortur. Manche Katzen ziehen sich dann einfach zurück, andere brechen regelrecht in Panik aus. Doch soweit muss es gar nicht kommen: Sie können einiges unternehmen, damit Ihre Katze gut ins neue Jahr rutscht.

Einen Monat bis zwei Wochen vor Silvester

Wer lange genug im Voraus plant, kann seiner Katze wirklich helfen; entweder mit Geräuschtraining oder mit einem speziellen Präparat: Feliway.

     

  • Geräuschtraining
    Die „Silvester-Reaktion“ von Katzen kommt daher, dass sie an diese Geräusche nicht gewöhnt sind. Mit einer CD, die Sound-Effekte wie Gewitter, Schüsse und Knaller enthält, können Sie das ändern. Spielen Sie die CD täglich ab, beginnen Sie leise und steigern Sie die Lautstärke nach und nach. So zeigen Sie Ihrem Liebling, dass dieser Lärm etwas ganz Normales ist. Solche CDs erhalten Sie im Fachhandel oder in einem Online-Musikshop. Suchen Sie hier nach „Sound-Effects“ und „SFX“.
  •  

  • Feliway
    Katzen haben ein Geruchshormon, mit dem sie Bereiche markieren, in denen sie sich besonders wohlfühlen. Feliway ist eine exakte Nachbildung dieses Hormons. Der Feliway-Zerstäuber kommt in die Steckdose und suggeriert für die Katze so Wohlbefinden im Raum. Für eine garantierte Wirkung sollten Sie zwei Wochen vor Silvester mit der Anwendung beginnen – fragen Sie Ihren Tierarzt rechtzeitig nach dem Präparat.

Ein paar Tage vor Silvester

Ihr Tierarzt kann Ihnen noch mehr helfen: Wenn Sie wissen, dass Ihre Samtpfote zu Silvester wirklich panisch wird, kann er ihr Beruhigungstabletten oder -tropfen verabreichen. Wenn Sie es lieber natürlich mögen, können Sie es mit den bewährten Bachblüten-Notfalltropfen probieren – mittlerweile gibt es diese sogar im Zerstäuber. Das macht es leichter, sie einer Katze zu verabreichen.

An Silvester

Auch wenn Ihr kleiner Tiger nach draußen darf – zu Silvester sollte er Stubenarrest haben, den ganzen Tag lang. Denn viele können nicht mehr bis Mitternacht warten und beginnen schon viel früher damit, Knaller zu werfen. Wenn Ihre Katze dann in der Nähe ist, ist ein Trauma vorprogrammiert. Im schlimmsten Fall erschreckt sie sich so sehr, dass sie so weit weg läuft, bis sie kaum noch den Weg nach Hause findet. Reagieren Sie also dementsprechend, wenn das Silvesterknallen in Ihrer Umgebung sogar schon vor dem 31.12. beginnt. 

Zuhause gilt es, Ihrer Katze ein sicheres Refugium zu schaffen. Am besten ist ein kleiner, kuscheliger Raum mit so wenig Fensterfläche wie möglich. Sie können das Fenster auch mit Decken verhängen, das hält nicht nur das Licht, sondern auch den Lärm ein bisschen draußen. In diesem Raum erhält Ihre Katze ihr eigenes Plätzchen.

Beginnt sie bei der Knallerei zu mauzen und heulen: Ignorieren Sie es – so schwer es Ihnen fällt. Jede Form von Trösten wird als Belohnung verstanden und damit trainieren Sie Ihrer Katze dieses Angstverhalten regelrecht an. Nur wenn Sie sich normal geben, weiß Ihr Liebling, dass dieser Lärm normal ist und dass Heulen und Mauzen nicht notwendig ist. Nachdem Katzen ein gutes Gespür für „Ihre Menschen“ haben, sollten Sie den ganzen Tag darauf achten, ruhig und entspannt zu sein. Wenn Ihre Katze den ganzen 31.12. lang keinen Stress bei Ihnen spürt, ist dies bereits der halbe Sieg. 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein wunderschönes, und Ihrer Katze ein besonders ruhiges, neues Jahr!