Wie man mit Aggressionen umgeht

Mit aggressiven Katzen umgehen

Ihre Katze beißt, ist aufgebracht, faucht, lauert Ihnen auf oder attackiert Sie grundlos? Nehmen Sie die Aggression Ihres Stubentigers nicht als normales Verhalten hin, sondern versuchen Sie den Ursprung der Aggression zu entdecken und lernen Sie, damit umzugehen.

Die Aggression der Katze erkennen

Bevor Sie überlegen, wie Sie mit dem Verhalten Ihrer Katze umgehen sollen, geht es vielmehr darum, die Aggression an der Katze zu erkennen. Denn unabhängig von der Vergangenheit oder der Rasse können Sie durch eindeutige Katzenlaute Aggression erkennen. Lernen Sie auch die Körpersprache Ihre Katze kennen, um Konflikte zu vermeiden. Aggressives Verhalten äußert sich beispielsweise durch:
  • Katzenbuckel und aufgestelltes Fell (Piloerektion)
  • Weit geöffnete Augen
  • Erweiterte Pupillen
  • Anstarren
  • Knurren und Fauchen
  • Eine gekrümmte Körperhaltung
  • Ohren flach am Kopf angelegt
  • Weit geöffnetes Maul signalisiert „Ich bin bereit für einen Angriff“
  • Zuckende oder umher peitschende Schwanzspitze

Warum Katzen aggressiv sind

Das richtige Verhalten wird Kätzchen meist von ihren Müttern beigebracht. Wenn Ihr Kätzchen aggressiv ist, wurde es möglicherweise zu früh von der Mutter und den Geschwistern getrennt oder hatte in den ersten Wochen zu wenig Kontakt zu Menschen. Kätzchen lernen von Ihrer Mutter und durch das Spiel mit ihren Geschwistern eine entsprechende Selbstkontrolle und Frustrationstoleranz. Fehlen Ihnen diese Erfahrungen, können sie oft nicht angemessen reagieren. Natürlich können auch schlechte Erfahrungen mit Menschen in der Vergangenheit eine Rolle spielen. Auch die Ankunft in einem neuen Zuhause kann aggressives Verhalten auslösen.

Wissen, was hinter dem Verhalten steckt

Neben einem neuen Wohnort oder dem fehlenden Umgang mit der eigenen Katzenmami gibt es einige alltägliche Dinge, die bei Ihren Katzen Stress auslösen können. Überlegen Sie sich also bei jeder aggressiven Handlung Ihrer Katze, was dahinter stecken könnte. Fragen, die Sie sich selbst stellen könnten, um die Situation zu erkennen:
  • Kann es sein, dass sie sich bedroht gefühlt hat?
  • War irgendetwas anders oder neu?
  • Wollte sie einer unangenehmen Situation entkommen?
  • Hat Ihre Katze einfach nur wild gespielt?

Manchmal entwickeln unsere Stubentiger auch Aggressionen gegen andere Katzen oder fremde Personen. Das wird besonders knifflig, wenn Sie zwei Katzen halten. Wir würden Ihnen in diesem Fall raten, einen Tierverhaltens-Therapeuten oder einen Tierarzt aufzusuchen, der Sie beraten kann.

Also: Überlegen Sie sich, welche Absicht hinter dem Verhalten Ihrer Katze stecken könnte und gehen Sie mit offenen Augen mit ihr um. Oft wird spielerisches Verhalten der Katze als Aggression missinterpretiert. Manche Katzen attackieren Fremde auch einfach, um ihr Revier zu verteidigen. Diese Attacken basieren jedoch meistens auf Angst und nicht auf Aggression. Allein wenn sich jemand Fremdes auf den Lieblingsplatz setzt, kann der Stubentiger schon ganz böse reagieren.

Unser Tipp: Einschmeicheln mit Futter und gemeinsames Spielen schafft Vertrauen.

Das „Kuscheln und Beißen“-Syndrom

Ein weitverbreitetes Problem ist, dass das Kätzchen plötzlich beißt und kratzt, wenn Sie es gerade streicheln. Das liegt daran, dass ein Kätzchen sehr entspannt und vertrauensvoll sein muss, damit es auf Ihrem Schoß sitzt und sich streicheln lässt – es muss sich erst an den Körperkontakt gewöhnen. Um sein Vertrauen zu gewinnen, setzen Sie sich am besten neben das Kätzchen auf den Boden und streicheln es, solange es sich wohlfühlt und ruhig bleibt. Wenn es dann mit einem Biss oder abwehrend reagiert, hören Sie sofort mit dem Streicheln auf. Die Gründe dieser Katzen-Reaktion sind vielfältig. Sie möchte beispielsweise, dass Sie schlichtweg damit aufhören oder sie ist eingeschlafen und hat sich durch die Berührung erschrocken. Dieses Phänomen trifft oft auf Hauskatzen zu.

Unser Tipp: Stoppen Sie das Streicheln ganz einfach und nehmen Sie die Katze von Ihrem Schoß runter.

Unsere Tipps für den Umgang mit aggressiven Katzen

Jede Katze ist individuell und verhält sich auch so. Trotzdem können Sie mit diesen Tipps das Verhalten Ihres Stubentigers besser kontrollieren.
  • Bei jedem Angriff Ihrer Katze sollten Sie möglichst ruhig  bleiben. Herumschreien bewirkt genau das Gegenteil: Die Katze hat noch mehr Angst.
  • Reagieren Sie nicht mit Bestrafungen und keinesfalls mit Gegengewallt. Ignorieren Sie Ihre aggressive Katze eine Weile, bis sie sich wieder beruhigt hat. So lassen Sie auch der Katze Zeit runterzukommen, weil sie sieht, dass es keinen Grund gibt, um aggressiv zu reagieren.
  • Der Stubentiger faucht und knurrt? Dann gehen Sie aus dem Raum oder überlassen Sie ihm die Entscheidung zu gehen. Nähern Sie sich danach langsam und vorsichtig wieder an. Beobachten Sie dabei die Katze genau und achten Sie auf die typischen Zeichen für Aggressivität. „Vorsicht“ lautet hier die Devise.
  • Präventiv können Rückzugsorte für Katzen wirken. Viele haben Angst vor Fremden und werden bei jedem Klingeln an der Tür ängstlich oder aggressiv. Richten Sie also einen gemütlichen Ort für Ihr Kätzchen ein, wo es sich verstecken kann, bis es sich beruhigt hat. Unser Tipp: Besonders gerne haben Katzen einen Platz mit Aussicht.
  • Halten Sie für den Fall der Fälle eine Wasserspritzpistole bereit. Ist Ihre Katze Ihnen oder einer anderen Katze gegenüber aggressiv, reichen wenige Tröpfchen aus der Wasserspritzpistole, um die Situation kurzzeitig zu entschärfen. Nutzen Sie diese Methode aber nur im Notfall.
  • Achten Sie außerdem darauf, dass genügend Futter und Wasser bereit steht. Nach dem Stress hat Ihre Katze bestimmt Hunger und Durst.
  • Liegt die Aggression Ihrer Katze an der Umwelt oder an einer bestimmten Person, geht es darum Ihre Katze an ihr Umfeld zu gewöhnen. Mit Leckerlis oder durch das Spielen miteinander gewinnen die Katzen vertrauen zu Personen. Lassen Sie dabei die Katze den ersten Schritt zu machen.
  • Oft sind es Schmerzen, die Aggression verursachen. Ist Ihre Katze urplötzlich dauerwütend oder ängstlich, suchen Sie Ihren Tierarzt auf und lassen Sie sie durchchecken.

Um aggressives Verhalten zu erkennen und die Ursachen zu behandeln, braucht es besonders viel Zeit, Geduld und Aufmerksamkeit. Versuchen Sie, Situationen, die Aggressionen auslösen können, so gut es geht zu vermeiden. Sie wissen ja, der Stubentiger meint es nicht böse.
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