Vom Kätzchen zur Katze

Katzen sind ein echtes Wachstumsphänomen. In nur einem Jahr durchleben sie Kindheit, Pubertät und werden zu Erwachsenen – und damit zu jenen treuen Begleitern, die uns viele Jahre zur Seite stehen. Wie sich Katzenbabys entwickeln, wie sie ihr erstes Jahr erleben und was Sie als Katzenbesitzer beachten sollten, erklären wir Ihnen hier.

Die ersten Stunden von Katzenbabys

Wenn Sie das Glück haben, dass es Ihre Katze ist, die Junge zur Welt bringt – dann wissen Sie mit Sicherheit drei Dinge:
  • Im Durchschnitt darf man sich über vier Katzenbabys freuen (in manchen Fällen sind es sogar bis zu sechs Welpen).
  • Die Kätzchen sollten bis zum Alter von 12 Wochen keinesfalls von ihrer Mutter getrennt werden.
  • Katzenbabys sind einfach zum Anbeißen süß!

Bescheidene 70 bis 100 Gramm schwer, blind und taub sind die Kätzchen bei der Geburt - und damit praktisch hilflos. Bis auf eine Ausnahme: Denn hat die Mutter die Katzenbabys nach der Geburt erstmals durch Abschlecken gesäubert und dadurch die Atmung aktiviert, entwickeln die kleinen Katzen einen außergewöhnlichen Geruch- und Tastsinn. Durch diesen finden sie die Zitzen ihrer Mutter und können täglich wichtige 15 Gramm an Gewicht zulegen.
Neben Nahrung sorgt die Mutter auch für die nötige Wärme, denn eine neugeborene Katze kann seine Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren – übrigens der Grund, warum sich Katzenbabys sofort aneinander kuscheln, sollte ihre Mutter sich von ihnen entfernen.

Augen auf – Ohren hoch! Die ersten Tage und Wochen

Die Hauptbeschäftigung der Kleinen beschränkt sich in den ersten Tagen auf Schlafen und Trinken. In dieser Zeit reift auch das Gehirn nach und letzte Nervenverbindungen werden gebildet. Zwischen dem 8. und 12. Tag ist es dann soweit: Die Ohren richten sich auf (als Zeichen, dass sich das Gehör zu entwickeln beginnt) und die Augen öffnen sich, auch wenn es noch einige Tage dauert, bis die Katzenbabys wirklich sehen können.
Der Tastsinn und das Gespür für Temperatur ist zu diesem Zeitpunkt bereits ausgereift – und zwei bis drei Tage später ist es dann soweit: Alle Sinne sind angeregt und die Katzenbabys sind bereit, die Welt zu entdecken!

Volksschulfächer: Miauen, Fauchen und Jagen

Im Alter von zwei Wochen beginnen Katzenbabys nicht nur aktiv zu werden, sondern auch ihre Charaktereigenschaften zu erforschen. Sie jagen, setzen bewusst Maul und Pfoten ein, bewegen sich geschickter und schneller – und lernen außerdem, wie andere auf ihr Beißen, Fauchen, Miauen und Schnurren reagieren.
Diese Lernprozesse finden größtenteils durch Spielen mit ihren Geschwistern statt, aber auch durch den ersten Kontakt mit Menschen. Die „Kindheitsphase“ ist die wichtigste Sozialisierungsphase für eine Katze, in der sie den Umgang sowohl mit ihresgleichen, aber auch mit Menschen lernt. Setzen Sie deshalb bereits sanfte Erziehungsmethoden ein, und weisen Sie ein risikofreudiges Kätzchen bei Bissen und Kratzen zurecht. Vergessen Sie aber nicht: Die Erziehungsberechtigte ist weiterhin die Katzenmutter!
In der dritten Woche wachsen Katzen die ersten Zähne. Allerdings zieht sich dieser Prozess über die Jugend- und Pubertätsphase hinweg – zwei wichtige Entwicklungsphasen, die wir uns jetzt genauer ansehen werden.

Jugendjahre im Schnelldurchlauf

In der Entwicklung einer Katze kann zwischen „Jugend“ und „Pubertät“ unterschieden werden. Erstere beginnt im Alter von zwei Monaten: Die Kätzchen freuen sich nun über ein vollständiges Milchgebiss mit 26 Zähnen, kräftigere Muskeln - aber vor allem über mehr Freiheit. Wie wir in unserer Jugend, werden auch junge Katzen unabhängiger von ihrer Mutter, und sowohl in ihren Bewegungen als auch ihrem Verhalten selbstsicherer. Wichtig: Mit acht Wochen stehen auch die ersten Impfungen zur Immunisierung an, die einige Wochen später aufgefrischt werden müssen. Für Details erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt – folgendes sei an dieser Stelle aber noch erwähnt: Hauskatzen mit und ohne Garten müssen entwurmt werden. Eine Katze mit Auslauf braucht außerdem Zecken- und Flohschutz.
Im Alter von drei Monaten gelten die Kätzchen als unabhängig und sind im richtigen Alter für ein neues Zuhause. Sollten Sie eine Katze in diesem Alter zu sich nehmen, halten Sie auch gleich ein Katzenklo und einen Kratzbaum bereit. Alle wichtigen Tipps für einen guten Start finden Sie in unserem Artikel Willkommen zu Hause.

Gewusst wie: Pflegen und Füttern von jungen Katzen

Hat ein süßes Kätzchen im Alter von 12 Wochen bei Ihnen ein Zuhause gefunden, dann sind Sie noch bei einigen der wichtigsten Wachstumsphasen dabei: Zwischen dem vierten und sechsten Monat verlieren Kätzchen ihre Milchzähne und das Gebiss vervollständigt sich auf 30 Zähne. Auch die Nahrung und Fütterung hat noch enormen Einfluss auf das Wachstum Ihres Lieblings. Junge Katzen brauchen hochwertige Nahrung und sollten deshalb die ersten Monate ausschließlich Spezialfutter fressen, das sie mit allen benötigten Nährstoffen versorgt – wie etwa die Whiskas® Junior Produkte von 2-12 Monate. Achten Sie auch darauf, eine Ration Tagesfutter auf 3-4 Mahlzeiten pro Tag aufzuteilen, da Katzen in den ersten Monaten nur kleine Nahrungsmengen aufnehmen können.
Da Ihr Kätzchen zuvor regelmäßig von seiner Mutter gereinigt wurde, liegt es nun an Ihnen bei der Pflege mitzuhelfen, indem Sie es regelmäßig bürsten und so Verfilzungen vermeiden. Genauere Pflege-Tipps gibt es übrigens unter Die richtige Pflege Ihres kleinen Lieblings.

Achtung: Teenager-Alarm!

Nach der Jugendphase haben Sie dann die große Ehre, die Pubertät Ihres Lieblings mitzuerleben. Aber keine Sorge: Katzen-Teenager durchleben diese Phase weniger intensiv als wir, auch wenn sie ansatzweise menschenähnliche Ansätze zeigen. So wenden sich Katzen ab dem sechsten Monat mehr Stoffmäusen zu, während kleine Kater eher beim Spielen Kräfte messen. Auch die Reaktion auf das andere Geschlecht kann sich in dieser Phase ausgeprägter zeigen, und sich fallweise in abschätziger Abneigung des Weibchens gegen junge Kater zeigen. Allerdings nicht wirklich lange - denn ab dem siebten Monat gelten Katzen als geschlechtsreif – und dann kann die Situation auch ganz schnell anders aussehen!
Sie können diese Phase mit einer rechtzeitigen Kastration unterstützen, die bereits ab dem vierten Monat möglich ist. Damit sorgen Sie nicht nur ungewolltem Nachwuchs vor, sondern schützen Ihre Katze auch vor Krankheiten! Lesen Sie mehr über die Kastration in unserem Ratgeber Warum und wann Sie Ihre Katze kastrieren sollten.

Erwachsen, eigensinnig – und süßer als je zuvor

Verlässlich wie Katzen sind, durchleben sie aber auch die Pubertätsphase im Eiltempo und widmen sich ab dem achten Monat dem Erwachsenwerden, das sie in der Regel rund um ihren ersten Geburtstag abschließen.
In dieser letzten Wachstumsphase erreichen Katzen ihre normale innere Körpertemperatur (zwischen 38 und 39.5 Grad), ihre endgültige Größe (durchschnittlich 50cm Körperlänge) und ihr Normalgewicht (durchschnittlich vier Kilo). Um Letzteres auch zu halten, behalten Sie die tägliche Futtermenge im Auge. Gemäß ihrer natürlichen Fressgewohnheiten bevorzugen Katzen mehrere kleine Mahlzeiten täglich. Verwenden Sie dafür entsprechendes Futter, wie etwa unser Whiskas® 1+ Sortiment.

Wie sich der Charakter Ihres Lieblings in dieser Zeit entwickelt, können Sie selbst wohl am besten sagen – aber eines ist Ihre Katze ganz bestimmt: treu, etwas eigensinnig und süßer als je zuvor!
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