Katzenglück von Anfang an

Meine Katze ist trächtig - was nun?

Viele Katzenfreunde wünschen sich, dass ihre Katze vor der Kastration einmal geworfen hat, und manchmal passiert es auch einfach – rollige Katzen sind unglaublich erfinderisch, wenn es darum geht, zum Kater zu kommen.
Wenn Ihre Katze trächtig ist: Keine Panik! Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

Vor der Geburt

Um sich Gewissheit zu verschaffen, ob Ihre Katze Junge erwartet, sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen: Er kann ab dem 20. Tag mittels Ultraschalluntersuchung feststellen, ob eine Trächtigkeit vorliegt.
Wenn Sie den Decktermin kennen, können Sie den ungefähren Geburtstermin errechnen: Etwa 63-65 Tage später ist es soweit. Bis dahin braucht Ihre Katze wie immer hochwertiges Futter. Jetzt sollte es besonders reich an Energie und Mineralstoffen sein, und gegen Ende der Trächtigkeit verzehren manche Kätzinnen das Doppelte der normalen Futtermenge. Bei Unwohlsein, Fieber oder Appetitlosigkeit ziehen Sie Ihren Tierarzt zu Rate.
Die Wurfbox sollten Sie etwa zwei Wochen vor dem Termin bereitstellen: Aus Holz oder Pappe, auf jeden Fall mit tiefem Einstieg und oben geschlossen (am besten mit abnehmbarem Deckel). Polstern Sie die Wurfbox dick mit Zeitungspapier, einem alten Kopfkissen und einem Laken. Bitte keine Frotteetücher verwenden! Die neugeborenen Kätzchen können ihre Krallen noch nicht einziehen und könnten an den Frotteeschlaufen hängen bleiben.

Was bereitliegen sollte:
  • Einweghandschuhe
  • Desinfektionslösung (für Ihre Hände)
  • Telefonnummer Ihres Tierarztes
  • Küchenpapier, Frotteetücher zum Säubern und Abtrocknen
  • Ersatzeinlagen für die Wurfbox
  • Waage
  • Schreibblock und Stift, um die Geburtsgewichte zu notieren
  • Evtl. Fotoapparat für Babyfotos
  • Evtl. Rotlichtlampe

Wann ist es so weit?

Kurz vor der Geburt fangen die meisten werdenden Katzenmamas an, einen Geburtsplatz zu suchen. Mit den ersten Wehen geht ein Schleimpfropf ab. Jetzt heißt es Hände desinfizieren und abwarten.

Was Sie tun müssen

Normalerweise macht die Katzenmama alles richtig: Sie putzt ein Baby nach dem andern, nabelt es ab und frisst meist auch die Nachgeburt auf. Ihnen bleibt dann nur, die Neugeborenen zu wiegen und in Geburtspausen die Unterlage der Wurfbox zu wechseln. Es kann aber vorkommen, dass die Instinkte der Katzenmutter versagen. In solchen Notfällen müssen Sie handeln, und zwar rasch:
  • Blase öffnen, damit das Katzenbaby atmen kann (schnell handeln!)
  • Säubern und Abtrocknen (mit Küchenpapier und Frotteetüchern)
  • Abnabeln (etwa 2 cm vom Bauch des Neugeborenen, mit den Fingernägeln, NICHT mit der Schere!)

Wann Sie den Tierarzt rufen müssen
  • Wenn ein Kätzchen mit den Hinterbeinen zuerst kommt und feststeckt
  • Wenn weniger Nachgeburten als Kätzchen zum Vorschein kommen
  • Wenn die Katzenmama sehr geschwächt wirkt

Hurra, die Kätzchen sind da!

Jetzt sind Sie erst recht gefragt – kleine Kätzchen machen viel Freude, aber Arbeit:
  • Wiegen Sie die Kleinen täglich. Sie sollten am Tag 10-20 g zunehmen, in der Woche etwa 100 g. Es kann vorkommen, dass ein Kätzchen vorübergehend abnimmt, das darf aber nicht über mehr als zwei Tage geschehen.
  • Bieten Sie der Mama reichlich hochwertiges Futter, soviel sie will.
  • In der 2. Woche beginnt die Entwurmung – Ihr Tierarzt weiß mehr.

Während der ersten beiden Wochen sollten Sie keine Fremden zu den Babys lassen, um das Immunsystem nicht unnötig zu strapazieren.

Entwicklung und Sozialverhalten

So lange die Kätzchen bei Ihnen bleiben, sollten Sie alles tun, um sie zu seelisch gesunden Stubentigern heranwachsen zu lassen, die mit Alltagssituationen zurechtkommen.

Woche 1-2

Die Augen der Katzenbabys sind zunächst noch geschlossen, sie verbringen ihre gesamte Zeit schlafend und trinkend bei der Mutter. Am 7. oder 8. Tag öffnen sich meist die Augen. Schon in dieser Zeit nehmen Sie die Kleinen täglich mindestens einmal aus der Wurfbox, um sie zu wiegen. Versuchen Sie sie dabei auch sanft zu streicheln und gewöhnen Sie sie an menschliche Berührungen. Natürlich mit Maß und Ziel: Wenn die Katzenmama mit Sack und Pack in ein anderes Quartier übersiedeln will, haben Sie zu viel Unruhe gestiftet.

Woche 3-5

Manche Kätzchen fangen schon mit zwei Wochen an, herumzukrabbeln, meist ist es aber erst in der 4. Woche soweit und sie halten sich bis dahin in der Wurfbox auf. Trotzdem können Sie die Kleinen schon an neue Geräusche und Situationen gewöhnen: Durch tägliches Staubsaugen, mit einem Besuch von halbwegs ruhigen Kindern und natürlich weiterhin, indem Sie die Kätzchen häufig aufnehmen und streicheln.

Woche 6-12

Spätestens jetzt kommt richtig Leben in die Bude: Aus Katzenbabys werden Energiebündel, die von Entdeckungsreisen einfach nicht genug bekommen. Damit die Kleinen möglichst viele angenehme Erfahrungen machen können, kontrollieren Sie noch einmal aus der Katzenperspektive, ob Ihre Wohnung wirklich katzensicher ist. Bei langhaarigen Kätzchen fangen Sie jetzt auch an, mit einer weichen Bürste die Fellpflege zu trainieren. Manche Besitzer baden, kämmen und fönen die Kleinen jetzt zum ersten Mal. Je nachdem, wie weit Ihr Tierarzt entfernt ist, könnte auch die erste Autofahrt anstehen – mehr dazu weiter unten.

Gesundheit, Sauberkeit und Ernährung

Wie werden Kätzchen sauber? Ganz einfach: Sie lernen es von der Mutter. Wenn die Kätzchen krabbeln können, gewinnen sie auch Kontrolle über Blase und Darm. In der 3. Woche sollten Sie daher nahe der Wurfbox ein Baby-Katzenklo aufstellen. Das kann auch eine normale Katzentoilette sein. Damit nur die Kleinen sie benützen, verkleinern Sie den Eingang mit einem ausgeschnittenen Stück Pappe.

Mehr zum Toilettentraining

Mit etwa 4 Wochen beginnen die Kätzchen, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Zwar werden sie noch gesäugt, doch wollen die Kleinen jetzt schon ausprobieren, wie Futter schmeckt und wie man damit umgeht. Das Milchgebiss ist allerdings erst mit etwa 8 Wochen voll ausgebildet. Sehr gut geeignet sind z.B. die Whiskas® JUNIOR Sanfte Küche Frischebeutel. Sie liefern reichlich Energie, die fürs Wachstum benötigt wird, und sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Achten Sie darauf, die Nahrung zimmerwarm zu servieren! Ab der 6. Woche ist Whiskas® Katzen-Milch eine gefragte Delikatesse. Bereits mit 4-6 Monaten beginnt der Zahnwechsel zum bleibenden Gebiss.

Wann entwurmen? Für die Entwurmung gibt es verschiedene Mittel, die unterschiedlich verabreicht werden – am besten sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Tierarzt.
Die erste Impfung ist mit 8-9 Wochen fällig, nämlich die erste Kombi-Injektion zur Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche. Eine gute Gelegenheit, um die kleinen Tiger mit der Transportbox und Autofahren vertraut zu machen! Zwar machen manche Tierärzte auch Hausbesuche für Kätzchen. Doch irgendwann sollten die Kleinen eine Autofahrt einigermaßen gelassen hinnehmen, spätestens dann, wenn sie die Reise in ihr neues Zuhause antreten.
Die zweite Impfung folgt mit etwa 12 Wochen. Dann bekommen die Kleinen auch die 1. Leukoseimpfung, meist nach einem entsprechenden Test. Erst nach dieser Impfung sollten Sie Ihre Lieblinge ins neue Leben entlassen, bestens gepflegt, gut sozialisiert und natürlich an einen liebevollen Platz!
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