Wie man mit Aggressionen umgeht

Nehmen Sie Aggressionen nicht als normales Verhalten hin: Versuchen Sie Ihren Ursprung zu entdecken und lernen Sie damit umzugehen.
Wie man mit Katzen, die sich aggressiv verhalten, umgeht.
Nehmen Sie Aggressionen wie Fauchen, Beißen oder Kratzen nicht als normales Verhalten hin, sondern versuchen Sie herauszufinden, weshalb sie überhaupt entstehen und wie man damit umgeht.
Das „Kuscheln und Beißen“-Syndrom
Ein weitverbreitetes Problem ist, dass Kätzchen plötzlich beißen und kratzen, wenn Sie es gerade streicheln. Das liegt daran, dass ein Kätzchen sehr entspannt und vertrauensvoll sein muss, damit es auf Ihrem Schoß sitzt und sich streicheln lässt – es muss sich erst an den Körperkontakt gewöhnen. Um sein Vertrauen zu gewinnen, setzen Sie sich am besten neben das Kätzchen auf den Boden und streicheln es solange es sich wohlfühlt und ruhig bleibt. Wenn es reagiert, hören Sie sofort damit auf.
Das richtige Verhalten wird Kätzchen meist von ihren Müttern beigebracht. Wenn Ihr Kätzchen aggressiv ist, wurde es möglicherweise zu früh von der Mutter und den Geschwistern getrennt oder hatte in den ersten Wochen zu wenig Kontakt zu Menschen. Auch schlechte Erfahrungen können eine Rolle spielen. Kätzchen lernen von Ihrer Mutter und durch das Spiel mit ihren Geschwistern eine entsprechende Selbstkontrolle und Frustrationstoleranz. Fehlen Ihnen diese Erfahrungen, können sie oft nicht angemessen reagieren.
Auch die Ankunft in einem neuen Zuhause kann aggressives Verhalten auslösen. Um Probleme zu vermeiden, braucht es besonders viel Zeit, Geduld und Aufmerksamkeit. Versuchen Sie, Situationen, die Aggressionen auslösen können, so gut es geht zu vermeiden. Wenn es trotzdem dazu kommt, ignorieren Sie das Kätzchen strikt. Bei bravem Verhalten hingegen hat es sich eine Belohnung verdient.
Unabhängig von Vergangenheit oder Rasse gibt es eindeutig aggressive Katzenlaute und Körperhaltung:
- Katzenbuckel und aufgestelltes Fell
- Weit geöffnete Augen
- Ohren flach am Kopf
- Weit geöffnetes Maul signalisiert „Ich bin bereit für einen Angriff“
- Zuckende oder umher peitschende Schwanzspitze
Sind die Aggressionen – besonders gegen Kinder – nur schwer zu kontrollieren, ist eine Beratung durch den Tierarzt oder einen Tier-Verhaltenstherapeuten dringend nötig.