Typisch Katze

Ein paar Eigenschaften stehen ganz typisch für Katzen. Zum Beispiel, weshalb sie immer auf den vier Pfoten landen oder warum sie als wasserscheu gelten.
Warum landen Katzen immer auf allen Vieren?
Katzen überleben Stürze, die für jedes andere Tier fatale Folgen haben würden: Durch ihre Morphologie, kombiniert mit einem außergewöhnlich ausgeprägten Gleichgewichtssinn, schaffen sie es immer wieder auf ihre Pfoten zu fallen.
Katzen, die aus dem dritten oder vierten Stock stürzen und dann weiter ihres Weges ziehen, sind keine Einzelfälle.
Was allerdings ungewöhnlicher ist, sind Katzen, die Stürze aus dem dreizehnten Stockwerk überleben. Dies ist tatsächlich dem achtzehn Monate alten, getigerten Kater Nono in Halifax, in Neuschottland passiert. Als seine Herrin Genevieve MacInnis nach Hause kam, bemerkte sie das Fehlen ihres Katers nicht sofort. Erst nach mehreren Stunden begann sie, ihn zu suchen. Als Sie auf dem Balkon nachschaute, befürchtete Sie das Schlimmste, nämlich den leblosen Körper ihres Nonos dreizehn Stockwerke tiefer zu finden. Aber der Hof war leer. Erleichtert begann sie auf dem Flur der Etage zu suchen, als ihr eine Nachbarin sagte, dass sich ein Kater, der auf die Beschreibung Nonos passte, hinter den Mülltonnen aufhielt. In weniger als zwanzig Minuten waren Nono und seine Katzenmama in der nächsten Tierklinik, wo man feststellte, dass er nur oberflächliche Verletzungen und blaue Flecken davongetragen hatte. Glück gehabt! Aber Achtung – es sind nur noch acht Leben übrig.
Was bringt Katzen zum Schnurren?
Ob beim gemeinsamen Spielen, nach einer köstlichen Mahlzeit oder während ein paar Streicheleinheiten – wenn sich eine Katze wohlfühlt, zeigt sie es mit einem genüsslichen Schnurren. Kätzchen beginnen gleich nach der Geburt zu schnurren, z.B. während sie von der Mutter gesäugt werden. So weiß das Muttertier, dass die Kätzchen gut mit Milch versorgt und rundum zufrieden sind. Schnurren ist aber nicht immer ein Ausdruck von Wohlbefinden – Katzen schnurren auch, wenn sie große Angst oder starke Schmerzen haben. In Stresssituationen oder bei Verletzungen hilft ihnen das eigene Schnurren, sich selbst zu beruhigen.
Warum ist Schnurren gesund?
Forschungen zufolge hat das Schnurren neben einer beruhigenden auch eine heilende Wirkung auf Katzen. Knochen, die Vibrationen im Frequenzbereich von 20 bis 50 Hertz ausgesetzt werden, sollen wesentlich schneller heilen und eine höhere Festigkeit und Stabilität aufweisen. Auch Muskelentzündungen und -verspannungen können dadurch gemildert werden. Da sich das Schnurren von Katzen im Frequenzbereich von 27 bis 44 Hertz bewegt, kann es der Katze helfen, den eigenen Heilungsprozess voranzutreiben.
Wie entsteht Schnurren?
So viel wir auch über die Bedeutung des Schnurrens wissen, so wenig ist bisher über die Entstehung des angenehmen Lautes bekannt. Trotz mehrerer Theorien ist wissenschaftlich noch nicht geklärt, welche Mechanismen im Körper der Katze das Schnurr-Geräusch erzeugt wird. Es wird vermutet, dass es das Ergebnis rhythmischer Impulse aus dem Kehlkopf der Katze ist.
Katzen und Wasser?
Die meisten Katzen sind wasserscheu. Sie mögen es nicht, wenn sie nass werden. Wenn eine Katze auch nur vom leichtesten Nieselregen überrascht wird, wird sie eine gute Viertelstunde damit verbringen, sich sorgfältig zu trocknen und zu putzen. Gleichzeitig scheint Wasser auch eine gewisse Faszination auf Katzen auszuüben – besonders, wenn sie darin einen Fisch sehen. Katzen der Rasse Türkisch Van schwimmen gerne, aber diese Aktivität beschränkt sich eher auf die warmen Gewässer ihrer Heimat. Als Durstlöscher ist Wasser bei Katzen allerdings immer willkommen: Achten Sie also auf einen vollen Wassernapf und sorgen Sie regelmäßig für frisches Wasser.