Körpersprache

Katzenbesitzer wissen, dass die Kommunikationsfähigkeit ihrer Katze nicht auf Schnurren und Miauen beschränkt ist. Aber was will uns die Katze sagen, wenn sie z.B. die Ohren anlegt?
Tatsächlich kommunizieren Katzen auf viele verschiedene Arten. Sie nutzen Laute, Gesten, Mimik und reden mit Ohren, Maul und Schwanz. Bei der Kommunikation mit anderen Katzen entwickeln sie ein umfangreiches Vokabular. Besonders Mutterkatzen verfügen über ein großes Repertoire an verschiedenen Lauten.
Schnurren drückt normalerweise Glück oder Zufriedenheit aus. Es ist leicht von dem tiefen, rasselnden Knurren zu unterscheiden, das Katzen- oder Hunde-Eindringlingen vorbehalten ist.
Beim Miauen unterscheidet man u.a. folgende Geräusche:
- Das kurze, hohe Miau einer durchs Haus wandernden Katze auf der Suche nach ihrem Besitzer
- Das lautere und bestimmendere Miau, wenn sie möchte, dass man ihr eine Tür öffnet oder Futter gibt
- Der direkt aus dem Herzen kommende Schrei der Empörung in bestimmten, unangenehmen Situationen. Zum Beispiel, wenn sie in eine Transportbox eingesperrt wird oder ihr jemand aus Versehen auf den Schwanz tritt.
Die zufriedene Katze:
Sie ist leicht zu erkennen: Eine entspannte Katze streckt sich und fährt dabei langsam ihre Krallen aus und wieder ein. Das sind Signale aus der Babyzeit, als sie noch von der Mutter gefüttert wurde. Dabei bearbeiten die Babys mit den Pfoten den Bauch der Mutter, um den Milchfluss zu stimulieren. Ein weiterer eindeutiger Hinweis darauf, dass es Ihrer Katze gut geht: Ihre Augen sind halb geschlossen und sie schnurrt.
Die Katzen-Ohren:
Sie sagen viel über den Gemütszustand einer Katze aus. Sie spitzt die Ohren nach vorne, wenn sie aufmerksam ist, jagt oder ein interessantes Geräusch hört. Eine nervöse Katze zuckt mit den Ohren und eine sehr verängstigte oder aggressive Katze legt die Ohren flach am Kopf an. Eine fauchende oder zischende Katze mit entblößten Zähnen bietet einen Furcht erregenden Anblick. Die charakteristische seitliche Haltung mit aufgestelltem Fell lässt sie größer auf einen Feind wirken.
Die Katzen-Zunge:
Sie liefert der Katze eine Menge Information über ihre Umgebung. Katzen „riechen” sogar damit. Außerdem benutzen sie ihre raue Zunge, um sich und andere Katzen zu putzen. Wenn Ihre Katze versucht, die Liebe zu Ihnen durch Putzen auszudrücken, halten Sie Ihren Liebling sanft davon ab. Aus hygienischen Gründen sollten Sie Küsschen und Ablecken nicht dulden. Erklären Sie das auch Ihren Kindern.
Der Katzen-Schwanz:
Die Art, wie die Katze ihren Schwanz hält, gibt der Umwelt Auskunft über ihre momentane Stimmung.
Oft kann man eine Katze bei Heimkehr des Besitzers dabei beobachten, wie sie mit aufgestelltem Schwanz, gelegentlich begleitet von einem freudigen Miauen angerannt kommt. Wenn der Schwanz dabei auch noch zittert, ist die Freude nur noch größer. Dieses Verhalten ist einem aufgeregten „Hallo, endlich bist du da!“ gleichzusetzten. Generell gilt: eine Katze mit hocherhobenen Schwanz ist stets guter und freundlicher Stimmung. Sie zeigt damit großes Interesse und sucht die Nähe „ihres“ Menschen.
Wedelt Ihr schnurrender Liebling mit dem Schwanz, heißt das, dass er aufgeregt ist. Das kann sowohl freudige als auch ärgerliche Erregung sein. Schlägt aber nur die Schwanzspitze aufgeregt hin und her, will die Katze ein „Mach bloß nicht weiter!“ signalisieren. Wird aus dem Schwingen gar ein heftiges Peitschen, ist höchste Vorsicht geboten. Dann ist die Katze bereit anzugreifen oder sich zu verteidigen und Sie sollten sie besser in Ruhe lassen.