Welche Katze soll es sein?

Wenn Sie sich für eine Katze entschieden haben, stehen Sie vor der Wahl: Rasse- oder Hauskatze? Lang- oder Kurzhaar? Eine oder zwei? Katze oder Kater?
Rasse- oder Hauskatze?
Es gibt etwa 100 offiziell anerkannte Rassen und Varietäten. Schon rein äußerlich unterscheiden sich manche Rassen ganz erheblich. Die Palette reicht von der gertenschlanken Siam bis zur stämmigen Perserkatze. Doch davon abgesehen hat jede Rasse auch ein charakteristisches Temperament und eine andere Persönlichkeit. Siamkatzen sind zum Beispiel für ihr extrovertiertes Wesen bekannt, wohingegen die langhaarigen Perserkatzen eher ruhigere Gemüter sind. Es gibt jede Menge Bücher über die charakteristischen Merkmale der einzelnen Rassen. Auch auf www.whiskas.at erfahren Sie mehr darüber. Sie haben außerdem die Möglichkeit, auf einer Katzenausstellung Vertreter der meisten Rassen kennenzulernen und sich bei den Züchtern zu informieren. Sie merken dann selbst, welche Rasse Sie am meisten anspricht. Viele Katzenfreunde suchen allerdings keine reinrassige Katze mit Stammbaum. Für die meisten haben Hauskatzen mit ihren vielen verschiedenen Farbtönen und Felltypen genau die Eigenschaften, nach denen sie suchen.
Rassekatzen im Allgemeinen
Rassekatzen mit Stammbaum werden oft auch Edelkatzen genannt, denn ihre Abstammung lässt sich manchmal über mehr als ein Jahrhundert zurückverfolgen. Es gibt nahezu 50 offiziell anerkannte Rassen und Varianten von Felis catus. Drei Hauptkategorien lassen sich unterscheiden: Langhaarkatzen wie z.B. die Perserkatzen, Halb- oder Semilanghaarkatzen wie z.B. die Maine Coon und Kurzhaarkatzen, unter denen die Orientalen wiederum eine Sonderstellung einnehmen.
Obwohl einige Rassen in ihrer Heimat durch Anpassung an Klima und besondere Bedingungen aus freilebenden Hauskatzen entstanden sind, ist die Mehrheit der Rassen das Ergebnis von Zuchtprogrammen.
Einige Züchtungen sind Zufall, sie stammen aus genetischen Veränderungen, die bei einzelnen Katzen in einem sonst normalen Wurf auftraten. Durch die sogenannte „natürliche Selektion“ verschwanden aber auch viele Rassen wieder, die durch genetische Mutationen zum besonderen Aussehen auch krankhafte Veränderungen weitervererbten.
Unter den heute anerkannten Rassekatzen gibt es die unterschiedlichsten Fellstrukturen, verschiedene Körperformen, hunderte von Fellfarbvarianten und natürlich auch Wesensunterschiede.
Lang- oder Kurzhaar?
Langhaarkatzen können ausgesprochen attraktiv sein. Ihr schönes Fell beansprucht allerdings auch sehr viel Pflege. Damit das Fell nicht verfilzt und seidig bleibt, muss es regelmäßig gepflegt werden. Die tägliche Pflege kann allerdings auch ein wirkliches Vergnügen sein – für den Katzenbesitzer und das Tier. Verfilztes Fell bei Langhaarkatzen kann zu gesundheitlichen Schäden führen. Leichte Knoten können Sie durch Druck mit zwei Fingern schmerzlos lösen, kleinere Strähnen, die hoffnungslos verfilzt sind, schneiden Sie mit einer Schere (mit stumpfer Spitze) ab – das Ausbürsten tut der Katze weh. Total verfilzte Perserkatzen sollten vom Tierarzt geschoren werden.
Wenn Sie keine Zeit haben, Ihre Katze täglich zu bürsten, aber fasziniert von langem Fell sind, sollten Sie sich lieber für eine der Halblanghaar-Rassen entscheiden.
Kater oder Katze?
Kater sind in der Regel größer als Katzen. Unkastrierte Kater neigen zu ausgedehntem Streunen und können in Kämpfe mit anderen Katern verwickelt werden. Außerdem markieren sie ihr Territorium durch Urin und Kot. Für Katzen ist das ein völlig normales Verhalten, für Sie als Besitzer aber eher unangenehm. Nicht kastrierte Katzen werden regelmäßig rollig. In diesen Zeiten miauen sie sehr laut, sind nervös und locken die Kater aus ihrer Umgebung an. Freilaufende Katzen werden dann trächtig und Sie haben nicht immer erwünschten Nachwuchs im Haus. Wenn Sie nicht vorhaben, mit Ihrer Katze zu züchten, ist es das Beste, sie oder ihn kastrieren zu lassen. Ist das erst geschehen, gibt es kaum noch Unterschiede zwischen männlicher oder weiblicher Katze. Am besten vertragen sich übrigens zwei kastrierte Kater aus einem Wurf.
Eine oder mehrere Katzen?
Viele Katzenfreunde sind unsicher, ob es besser ist, eine oder mehrere Katzen zu halten. Die Entscheidung hängt vom Wesen der jeweiligen Katze ab. Einige Tiere leben lieber in Gesellschaft, andere verbringen ihre Zeit lieber allein oder mit ihren Menschen. Wenn Sie die meiste Zeit des Tages außer Haus sind, überlegen Sie, ob es nicht besser ist, sich zwei Kätzchen zu holen, damit die beiden sich Gesellschaft leisten können. Kätzchen, die zusammen aufwachsen, bleiben lebenslang Freunde. Natürlich können Sie auch mehr als zwei Katzen aufnehmen. Die Anzahl der Katzen, die ohne Probleme zusammenleben können, hängt von der Größe Ihres Heims, Ihrer Zeit und den Möglichkeiten, die Sie Ihren Katzen bieten können, ab. Genau wie Menschen brauchen Katzen ihren Freiraum und mögen es nicht, wenn sie zu dicht aufeinander sitzen. Eine Richtlinie kann die Zahl der Zimmer sein (pro Tier ein Raum), eine andere die Zahl der Hände, die zum Streicheln bereit sind. Weil die meisten Katzen ihre Toilette nicht gern mit anderen teilen, sollten Sie jedem Tier sein eigenes Klo anbieten.
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