Schlanke Katzen
Schlanke Katzen sind gesunde Katzen.
„Österreich ist zu dick!“, hört man oft. Und das gilt leider auch für Österreichs Katzen: Zwischen 30 und 50 % der Haustiere bringen zu viele Kilos auf die Waage. Kein Wunder, denn natürlich will man seinen Liebling verwöhnen und kann seinen bettelnden Blicken oft nur schwer widerstehen. Das sollte man aber, denn zu viel tut der Gesundheit nicht gut. Übergewicht belastet den Körper massiv und begünstigt viele schwere Krankheiten, zum Bespiel Knochen- und Gelenkserkrankungen, Diabetes Mellitus, Lebererkrankungen und Herz-Kreislauf-Störungen.
Zu dick? Zu dünn? Idealgewicht?
Mit ein paar genauen Blicken und Handgriffen können Sie es selbst ganz schnell feststellen:
- Hat eine Katze Idealgewicht, so ist sie gut proportioniert und ihre Taille ist von oben sichtbar. Rippen und Rückenwirbel kann man nicht sehen, aber gut ertasten. Auf dem Brustbein ist nur eine dünne Fettschicht zu fühlen und es ist wenig Bauchfett vorhanden.
- Ist die Taille nur schwer oder gar nicht mehr zu erkennen, ist die Fettschicht an Brust und Bauch deutlich ausgeprägt, und kann man sogar auf dem Rücken Fett fühlen, ist die Katze zu dick.
- Zu dünn ist eine Katze hingegen, wenn Rippen, Rückenwirbel und Beckenknochen deutlich sichtbar und kaum Brust- und Bauchfett vorhanden sind.
Falls Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie am besten Ihren Tierarzt um Rat. Er hilft Ihnen auch zu bestimmen, wie viel Gramm Futter Ihre Katze täglich zu sich nehmen sollte. Denn die Angaben auf der Futterpackung sind immer nur Richtwerte – sie müssen je nach Alter, Rasse und Bewegungsfreude der Katze angepasst werden.
Erkennen Sie das Problem, bevor Sie es lösen.
Bevor Sie Ihre Katze auf Diät setzen, finden Sie heraus, warum sie übergewichtig ist:
- Wurde sie erst vor kurzem kastriert?
Mit der Kastration steigt der Appetit, aber der Energiebedarf sinkt. Sie müssen Ihre Katze also an kleinere Mahlzeiten gewöhnen oder sie zu wesentlich mehr Bewegung animieren. - Bewegt sich Ihre Katze zu wenig?
Manchmal ist gar nicht weniger Futter, sondern nur mehr Bewegung notwendig. Am leichtesten geht das, wenn Sie Ihre Katze nach draußen schicken können. Dort kann sie – vor allem im Herbst und Winter – nicht faul herumliegen, sondern muss sich zwangsläufig bewegen. Falls das nicht möglich ist, heißt es, Ihren Spieltrieb zu stärken. Ja, Ihren. Denn Sie müssen Ihrer Katze einen guten Grund geben, sich mehr zu bewegen. Holen Sie also Spielmäuse, Spielangeln, Bälle und sonstiges Spielzeug hervor und los geht das Fitnessprogramm. - Bekommt Ihre Katze zu viele Leckerlis?
Kleine Belohnungen zwischendurch können sich ganz schön summieren – oft machen sie ein Drittel des täglichen Futters aus! Finden Sie also heraus, wie viele und vor allem welche Leckerlis Ihre Samtpfote bekommt. Vergessen Sie dabei nicht, auch Ihren Partner, Ihre Kinder oder die Nachbarn – falls Ihre Katze raus darf – zu fragen, was sie Ihrem Liebling zustecken. Nachdem Sie das wissen, heißt es, die „Zwischenmahlzeiten“ dementsprechend zu reduzieren. Wenn Sie nicht ganz auf Leckerlis verzichten wollen, belohnen Sie mit für Katzen geeignete Snacks wie z.B. Whiskas® Knuspertaschen und verringern Sie dafür etwas die Hauptmahlzeiten.
Noch ein paar grundsätzliche Ernährungstipps.
- Damit Ihre Katze satt wird, braucht sie hochwertiges Futter mit vor allem dem richtigen Gehalt und der perfekten Auswahl an Proteinen.
- Katzen mögen von Natur aus kleine – mausgroße – Portionen. Füttern Sie Ihren Feinspitz entsprechend. Mit kleinen Portionsverpackungen wie Frischebeuteln und Schalen geht das übrigens besonders leicht.
- Auch Trockenfutter lässt sich leicht portionieren. Beachten Sie allerdings, dass es wesentlich gehaltvoller ist: So entsprechen 300 g Nassfutter etwa 65 g Trockennahrung.
- Geben Sie Ihrer Katze niemals „Menschennahrung“.
- Servieren Sie das Futter mit Katzenkörpertemperatur – etwa 38°C.
- Wollen Sie die Futtermenge reduzieren, dann tun Sie dies langsam über 4 bis 6 Wochen. Verringern Sie die Tagesfutterration jede Woche um einen Esslöffel, das sind etwa 30 g Nassfutter.
