Katzenkrankheiten

Patient Katze. Die häufigsten Katzenkrankheiten.

In Österreich leben die meisten Katzen gut behütet in einer Wohnung, doch das schützt sie leider nicht davor, krank zu werden. Vor allem Durchfall muss jede Katze mindestens einmal in ihrem Leben durchmachen. In den meisten Fällen ist das kein Grund zur Sorge. Am sichersten ist es aber, die Zeichen für „gefährlichen Durchfall“ zu kennen, um im Notfall die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können. Das gilt natürlich für alle Katzenkrankheiten, deshalb haben wir hier einen kurzen Überblick für Sie zusammengestellt.

Durchfall bei Katzen.

Durchfall ist natürlich immer ein Zeichen für eine Verdauungsstörung – was die Ursache dafür ist, ist schon viel schwerer festzustellen. Es kann Stress sein genauso wie eine schwere Infektion und Hunderte andere Auslöser. Prinzipiell kann man sagen, dass eine Durchfallerkrankung, die ein oder zwei Tage dauert, harmlos ist. Beschleunigen kann man die Heilung durch einen Futterwechsel – zum Beispiel Umstellung auf Schonkost – und indem man der Katze immer wieder Wasser anbietet. Gefährlich wird es, wenn sich mit dem Durchfall das allgemeine Befinden der Katze verschlechtert. 

Bei einem dieser Symptome sollten Sie mit Ihrer Katze schleunigst zum Tierarzt gehen:

  • Sie hat Fieber.
  • Sie hat nicht nur Durchfall, sondern muss sich auch übergeben.
  • Ihre Augen sind eingesunken, trüb oder entzündet.
  • Der Kot enthält auch Blut.
  • Es handelt sich um ein junges Kätzchen.

In einem dieser Fälle nehmen Sie am besten eine Stuhlprobe, packen Ihren Liebling in die Transportbox und konsultieren den Tierarzt Ihres Vertrauens. Mit Hilfe der Stuhlprobe kann er – bzw. ein Labor – den Grund für den Durchfall ermitteln und die passenden Maßnahmen treffen. Sie selbst können dafür sorgen, dass der Durchfallerreger keinen Nährboden mehr findet – mit konsequenter Hygiene und Sauberkeit. Waschen und desinfizieren Sie sowohl die Katzentoilette als auch die Kotschaufel und wechseln Sie den Sand häufiger. Außerdem sollten Sie frischen Kot so schnell wie möglich aus der Toilette entfernen.

Andere Krankheiten bei Katzen.

Ganz allgemein kann man sagen, dass schwere Erkrankungen relativ leicht zu erkennen sind: Sie gehen mit so eindeutigen Veränderungen einher, dass bei Ihnen die Alarmglocken schrillen werden und Ihr nächster Weg zum Tierarzt führen muss. Die Vorstufe zu den klaren Krankheitsbildern von Leukose, FIP, Tetanus und Katzenschnupfen ist fast immer allgemeine Schwäche, Müdigkeit und Lustlosigkeit. Wenn Sie also solch ein Verhalten bei Ihrem Liebling bemerken, beobachten Sie ihn genauer. Wenn keine Besserung eintritt bzw. sich sogar noch weitere Symptome zeigen, müssen Sie Ihren Tierarzt konsultieren. Das gilt außerdem bei diesen Anzeichen:

  • Wenn zu Lustlosigkeit und Teilnahmslosigkeit noch Erbrechen und Futterverweigerung hinzukommen, kann es sich um Katzenseuche handeln.
  • Eine abrupte Wesensänderung deutet auf Tollwut hin, die es offiziell seit dem 28. September 2008 in Österreich nicht mehr gibt – sehr wohl aber im Ausland. Und dabei müssen Sie -besonders auf Ihre eigene Gesundheit achten: Tollwut ist für Menschen tödlich! Noch weit verbreitet ist die Krankheit bei Tieren – vornehmlich wild lebenden Hunden – in Asien, Afrika und Südamerika.
  • Hat eine Katze abgebrochene Haare, um die sich ein roter Ring bildet und tritt dazu Juckreiz auf, ist es meist die Mikroskopie – eine bei Katzen weit verbreitete Pilzerkrankung.
  • Bei Fruchtbarkeitsstörungen, Fehlgeburten und Augenentzündungen kann es sich um Chlamydien handeln. Diese können Katzen übrigens – zwar selten, aber dennoch – auf den Menschen übertragen, die Folge sind grippeähnliche Symptome.

Wir hoffen sehr, dass Sie all diese Informationen niemals brauchen werden und Ihre Katze gesund bleibt. Trotzdem noch ein Tipp zum Schluss: Gehen Sie im Zweifelsfall sofort zu Ihrem Tierarzt!